Spontaner Beschluss: N Klub Hamburg unterstützt das Winternothilfeprogramm

Der 31. N Klub Hamburg: Spontaner Beschluss aktiver Unterstützung des Winternothilfeprogramms.

Nachhaltigkeit in Zeiten des Weihnachtsgeschäfts. Auch darüber diskutierte der N Klub in seiner letzten Ausgabe 2016. Dabei zeigten die Gäste Ansätze und Ideen auf, das Thema Nachhaltigkeit aus der „Altwörtertonne“ zu holen. Beim 31. N Klub kamen Köpfe aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen und machten deutlich, dass nachhaltiges Denken vielfältig und aktuell ist.  Nachhaltigkeit und Netzwerk – das funktioniert, wie der Beschluss zeigt, sich aktiv in die Winternothilfe einzubringen.

Am Nikolaustag lud Gastgeber Sieghard Wilm für die 31. Ausgabe des mehrfach ausgezeichneten Formates N Klub in die St. Pauli Kirche ein. Gemeinsam mit N Klub-Initiator Lars Meier begrüßte er rund 140 Interessierte. In seinen Begrüßungsworten erinnerte Wilm, Pastor der St. Pauli Kirche, daran, dass Nachhaltigkeit und Religion Hand in Hand gehen können. Er freute sich, bereits das zweite Mal einen Treffpunkt für den N Klub und viele sozial engagierte Menschen bereitzustellen.

Eröffnet wurde der Abend mit dem beliebten Format „N Klub fragt nach?!“. Dabei gab Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard Einblick in die verschiedenen Arbeitsbereiche der Sozialbehörde. Auf die momentanen Herausforderungen bei der Arbeit mit Geflüchteten angesprochen meinte Leonhard: „Ging es im letzten Jahr noch um Ankommensversorgung oder ein Dach über dem Kopf, dann geht es jetzt darum, Menschen dabei zu helfen, sich in der Gesellschaft zurecht zu finden. Es geht darum, mit den Menschen auf Augenhöhe zu kommunizieren. Nicht mehr darum, zu sagen, was sie wollen sollen, sondern zu machen. Das ist schon etwas anderes.“ Ein weiteres Thema war das Winternotprogramm Hamburg für Menschen ohne Obdach. „Die Nöte sind so verschieden wie die Menschen“, erklärte Leonhard. Das Ergebnis: Lars Meier forderte die Gäste auf mit ihm gemeinsam aktiv zu werden. Spontan erklärten sich Anwesende bereit, an einem gemeinsamen Termin das Winternotprogramm zu unterstützen. Der Verein MenscHHamburg e.V. erklärte, das Programm mit 8000 Euro zu unterstützen.

Von der Beziehung von Nachhaltigkeit und der Finanzbranche berichtete Georg Schürmann, Geschäftsleiter Triodos Bank N.V. Deutschland: „Wenn ich in die Zeitung oder das Internet gucke, dann habe ich das Gefühl, „Nachhaltigkeit“, das ist ja auch eine Phrase geworden. Jeder ist ja heute nachhaltig. Es gibt da offensichtlich mittlerweile verschiedene Definitionen. So bedeutet Nachhaltigkeit für mich etwas werteorientiertes, etwas das für Werte steht, so wie meine Bank für ein werteorientiertes Bankgeschäft steht.“ Das Ergebnis müsse sein, „Wirtschaft wieder in den Dienst der Menschen zu stellen“, so Schürmann.

 

Im Rahmen der traditionellen „100 Sekunden“-Beiträge präsentierte sich Hamburgs Nachhaltigkeitsszene in ihrer ganzen Vielfalt.

Wie einfach es ist auch mit wenig Zeit soziale Projekte in Hamburg zu unterstützen erklärte Theresa Senk vom Verein tatkräftig e.V. – Hände für Hamburg: „Den Garten eines Kinderhospizes auf Vordermann bringen, pflegebedürftigen einen Ausflug ermöglichen oder einen Workshop für sozial benachteiligte Kinder veranstalten – aber wie geht man das an? Da kommen wir ins Spiel – meldet euch bei uns, wir organisieren diese Engagements für Euch!“

Waldmenschen eG heißt Hamburgs erste Waldgenossenschaft. „Unsere Genossenschaft wird in Panama drei Generationen Bäume pflanzen. Wir entnehmen die älteste Generation zum Verkauf, pflanzen aber direkt die nächste Generation nach. So erzeugen wir Gewinne mit dauerhaften Wäldern“, erklärte Arne Knöchel.

Fair Lötet e.V. verbindet das Thema Nachhaltigkeit mit unserer Elektronik. In jedem elektronischen Gerät wird Zinn verbaut. Der größte Teil davon wird umweltschädlich in Minen abgebaut. Matthias Niess zeigte die Alternative auf: „Wir haben fairen Lötzinn aus Recycling gewonnen und dabei viel gelernt. Wir bringen den Ball ins Rollen und werden mit dem europäischen Mittelstand an vielen Orten ins Gespräch kommen.“

In einer feierwütigen Stadt wie Hamburg erreicht das Thema Nachhaltigkeit auch die Clubszene. Der Clubmob Hamburg fördert dabei die grüne Clubkultur der Stadt. „Unser Energieberater deckt Verbesserungspotenziale auf. Dann mobilisieren wir den Mob – gefeiert wird unter der Voraussetzung, dass alle Einnahmen in die verbesserungsmaßnahmen des Clubs fließen“, berichtete Dominika Mazurkiewicz.

Viele weitere Fotos vom Abend gibt es hier!

Zu den Gästen des 31. N Klub zählten unter anderem: Olaf Altmann (Greenpeace Energy eG), Ulf Bodenhagen (Hamburg Leuchtfeuer), Thore Debor (Clubkombinat), Uwe Emmenthal (Nutzmüll e.V.), Arzu Erdogan (RA Erdogan), Michael Hagedorn (Konfetti im Kopf), Claudia Heinrich (Verein für alternative Versorgungskonzepte e.V.), Mareike Imbt (BIOBOB), Susanne Iost (Callis EIP), Jochen Kunz-Michel (Johann Daniel Lawaetz-Stiftung), Dr. Wolfgang Lührsen (BUND Hamburg), Klaudia Morkramer (EURIST – European Institute for Sustainable Transport), Farid Müller (Grüne Bürgerschaftsfraktion), Anike Peters (Greenpeace), Steffen Schulz (fritz-kulturgüter GmbH), Jannes Vahl (Clubkinder e.V.) und viele weitere mehr…


Leave a Comment.