18. N Klub Hamburg: Mit Meditation auf der nachhaltigen Welle surfen

18. N Klub Hamburg: Mit Meditation auf der nachhaltigen Welle surfen

  • /
  • September 20, 2013

Beim N Klub in den Fanräumen im Millerntor-Stadion gab es gestern vier ungewöhnliche nachhaltige Vorträge, die mit ihren Impulsen für einen regen Austausch sorgten.

Hamburg, den 19. September 2013 – „St. Pauli hat geholfen, Viva con Agua zu dem zu machen, was es heute ist. Unser Verein ist Ausdruck des sozialen und engagierten Umfeldes des Fußballclubs und zusammen tragen wir unsere Themen nach Außen“. Mit diesen dankenden Worten eröffnete Benjamin Adrion, der als Viva con Agua-Geschäftsführer zusammen mit TV-Moderator Tobias Schlegl Gastgeber ist, den 18. N Klub. Auch an diesem Abend kamen wieder Aktivisten, Unternehmensvertreter und Engagierte aus dem Bereich der Nachhaltigkeit zusammen.

Die vier impulsgebenden „100 Sekunden“-Beiträge, in  denen der N Klub stets zukunftsorientierte, engagierte Projekte vorstellt, standen dieses Mal im Zeichen der Fragen um Luxus und Bildung. „Kann man ‚grün‘ leben und trotzdem glücklich sein?“, diese Frage stellt Frank Wolf (genughaben.de) sich und auch den rund 100 Gästen. „Ich sage JA und glaube: das können Alle!“, sagte er und erklärte, wie man sich mit der bewussten Entscheidung für weniger materiellen Luxus ein Mehr an Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens ermöglicht. Dr. Andrea Berg von der Tierschutzorganisation Vier Pfoten liegt ebenfalls der Verzicht auf unnötigen Luxus am Herzen. Sie prangerte in Anbetracht der anstehenden Vorstellungen von Circus Busch auf dem Heiligengeistfeld den Umstand der nicht artgerechten Tierhaltung von Elefanten und Tigern an: „Fünf Minuten Spaß in so einem Zirkus sind nicht nachhaltig – oder haben Sie in der freien Wildbahn schon einmal einen Elefanten beim Handstand gesehen?“ Astrid Lorenzen präsentierte das Fablab „Fabulous St. Pauli“. In dieser innovativen Bildungswerkstatt kommen verschiedene Berufsgruppen und Generationen zusammen, um mit gemeinsamem Know-how an hochtechnischen Geräten ihre Ideen zu realisieren. Welches Glücksgefühl es ist, Kindern aus schwierigen sozialen Verhältnissen einen kostenfreien Surfurlaub zu ermöglichen, beschrieb Kim Birtel vom Surf Club Atona. „Surfen hat mich viel über Durchhalten, Freundschaft und innere Ruhe gelehrt. Das möchte ich gerne weitergeben“, sagt er und schickt die N Klub-Gäste anschließend in einer Meditation auf einen imaginären Wellenritt.

Zum zweiten Mal ermöglichte der N Klub in Zusammenarbeit mit dem Autohaus Schlegel einem sozialen Projekt CO₂-neutrale Mobilität. Der Gewinner der Aktion „N Klub macht mobil!“ war dieses Mal die Initiative Remida e. V., die nicht mehr benötigte, ungiftige Materialien aus Handel und Industrie zum Spielen und Basteln für Kinder wiederverwertet. Dieses Projekt erhält einen Monat ein E-Mobil zur kostenlosen Nutzung, um Firmen auch am Hamburger Stadtrand von ihrer Idee zu überzeugen.

Zu den Gästen des 18. N Klub zählten unter anderem:

Dr. Thomas Brakensiek (Vorstand, Hamburger Volksbank eG), Roman Denter (Attac), Katharina Fegebank (Landesvorsitzende, Bündnis 90 / Die Grünen Hamburg), Jürgen Forkel-Schubert (Projektleiter, Initiative ‚Hamburg lernt Nachhaltigkeit‘ der BSU), Claus Gotha (AWO Stiftung), Annika Kownatzki (Projektleiterin ‚Neustart fürs Klima‘ der Verbraucherzentrale Hamburg e. V.), Hanna Poddig (Aktivistin), Mirja Schneemann (Pressesprecherin, Greenpeace e. V.), Thomas Schönberger (Vorsitzender, VEBU/Vegetarierbund Deutschland) und Sieghard Wilm (Pastor der St. Pauli Kirche).

 

Impressionen

{gallery width=150}n_klub/18nklub{/gallery}

Leave a Comment.