29. N Klub Hamburg – Trinkwalder, Kerstan und viele andere trafen sich im „Haus der Familie“

29. N Klub Hamburg – Trinkwalder, Kerstan und viele andere trafen sich im „Haus der Familie“

  • /
  • Juli 12, 2016

Hamburg, 30. Juni 2016: Der N Klub, das mehrfach ausgezeichnete Netzwerkformat zum Thema Nachhaltigkeit, kam gestern Abend zum zweiten Mal in diesem Jahr zusammen. Die bunte Gästeliste verbindet Hamburger Köpfe aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit zukunftsweisender Denk- und Lebensweise. Der N Klub fördert neue Ansätze und Ideen für eine ökologische Zukunft in Bezug auf Natur, Tierschutz und Menschlichkeit.

Nach ein paar kurzen Begrüßungsworten durch N Klub-Initiator Lars Meier und Martina Irmisch vom „Haus der Familie“ eröffnete Unternehmerin Sina Trinkwalder den Abend mit einer starken Impulsrede. Die Gründerin der Textilmanufaktur „manomama“, die am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen beschäftigt, sieht Unternehmer generell in der Pflicht. „Arbeit ist Teilhabe an der Gesellschaft, also ist es meine Pflicht als Unternehmerin, allen Leuten Arbeit zu verschaffen. Eine talentfreie Zone gibt es nicht – man muss schauen, was wer kann. Wenn ihr etwas tut, das euch Spaß macht, ist der Erfolg gar nicht zu verhindern“, warb die 38-Jährige vor einem begeisterten Publikum.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellte sich Umweltsenator Jens Kerstan einigen Fragen des N Klubs. So ließ der Senator auf die Frage nach der Elektromobiliät in  Hamburg wissen: „ Wir wollen die E-Mobilität ausbauen, die E-Flotte verdoppeln. In der Metropolregion Hamburg gibt es bis heute 2.000 E-Mobile, das ist also noch ein großer Weg.“ Auf die Frage nach Projekten, die Kerstan nach Wunsch bis zum Ende der Legislaturperiode gern umgesetzt hätte, sagte der Politiker unter anderem: „Ich würde die 2 Millionen Euro, die wir im Rahmen des Programms „Mein Baum – meine Stadt“ bereitgestellt haben gern bis dahin ausgeben und mich bereits mit einem Nachfolgeprojekt beschäftigen.

Die immer wechselnden „100 Sekunden“-Beiträge beim N Klub zeigen in deutlicher Weise auf, wie vielfältig und bunt die Hamburger Nachhaltigkeitszene ist.

Kay Dohnke hielt den Gästen gleich zu Beginn einen Spiegel vor: „Ihr beschäftigt Euch alle mit tollen, nachhaltigen Dingen, aber ihr seid alle Teil des Klimawandels, also tut etwas dagegen“, sagte der Gründer der Initiative 100ProKlima. Dohnke möchte  aufzeigen, dass unser wichtigstes Ziel die Klimaneutralität sein sollte. Schon mit niedrigen Investitionen und kleinen Veränderungen ist es möglich das eigene Leben und die eigenen Firma zuerst Ressourceneffizient und anschließend Klimaneutral zu machen.

Ben Brich von der Hamburger Non Profit Logistik-Organisation HLO-Humanilog bietet mit seinem Team Know-How im Bereich der Logistik an. Unter dem Motto „Helfern helfen“ organisiert Humanilog den Transport von Hilfsgütern in Krisengebiete.  „Wir unterstützen unter anderem soziale Logistikunternehmen bei ihrer Arbeit. Diese haben am Markt gegenüber konventionellen immer eine schlechtere Verhandlungsposition“, beschrieb er die aktuelle Situation rund um sich und sein Team.

Die Stiftung Aurelia versucht mit dem Ansiedeln von Bienenvölkern bei Landwirten für ein Umdenken zu sorgen. Claudia Marxen erklärte den Gästen, dass die Bienen, vor allem auf dem Land stark durch die Landwirtschaft bedroht sind: „Hamburger Honig ist sauber, aber schon an den Stadtgrenzen stoßen wir auf eine Gifte ausbringende Landwirtschaft.  Wir von der „Aurelia Stiftung“ kümmern uns um gesunde Bienen in einer gesunden Landwirtschaft“, informierte Marxen.

Im vierten und letzten „100 Sekunden“ Beitrag des 29. N Klubs sprach Constanze Klotz vom sozialen Designlabel „Bridge&Tunnel“ über die Ziele und Hürden des Projektes. „ Unser Ziel ist es, Menschen, die aus verschiedensten Gründen am Arbeitsmarkt nicht unterkommen, Brücken zu bauen. Wer arbeitet, lernt Menschen kennen und fühlt sich gebraucht.“

Alle „100 Sekunden“-Redner eint das gesellschaftliche und soziale Engagement für eine nachhaltige Lebens- und Denkweise ebenso das Haus der Familie. Von Frühe Hilfen über Familienförderung, schulische Unterstützung bis zum Übergang in selbstständige Lebensführung und Beruf stehen Kindern, Jugendlichen und Familien vielfältige  Angebote zur Verfügung: Offene Treffpunkte, soziale Gruppenarbeit, erzieherische Beratung/Sozialberatung, Sport, Arbeitsgelegenheiten und internationale Jugendbegegnungen. Und immer ein offenes Ohr: an sieben Tagen in der Woche ist das Haus geöffnet, es steht Stadtteilgruppen am Wochenende zur Verfügung und wird für private Feiern sowie jugendkulturelle Veranstaltungen genutzt.

Der nächste N Klub Hamburg findet im September, der nächste N Klub Frankfurt im November statt.

Zu den Gästen des 29. N Klub zählten unter anderem:

Mirco Beisheim (KulturEnergieBunker), Nicole Borgeest (Brot für die Welt), Anne Carls (Via Stella), Thore Debor (Clubkombinat), Christiane Dopp (Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein), Arzu Erdogan (Rechtsanwaltskanzlei Erdogan), Patrick Gleich (Gebrüder Gleich), Sven Grönwoldt (5fN – FÜNF FÜR NACHHALTIGKEIT), Dr. Dieter Großmann (Ökopol GmbH), Sylvia Hansen (Diakonie und Bildung), Ulrich Hermannes (Herz As Hamburg GmbH), Dirk Kronenberg (Hauni Maschinenbau AG),  Rüdiger Kruse (Wald e.V. Landesverband Hamburg), Christian Langrock (Das Geld hängt an den Bäumen), Elisabeth Michels (B.A.U.M. e.V.), Nikolas Migut (Strassenblues), Claudia Morkramer (EURIST), Anika Nehring (JOBLINGE gAG), Prof. Dr. Peter Ostendorf (Praxis ohne Grenzen), Paul Pauksch (altonale GmbH), Christian Prüß (FC St. Pauli – Kiezhelden), Hauke Rusbüldt (Gut Wulksfelde GmbH), Gudrun Stefaniak (passage gGmbH), Petra Steinert, (Umwelthaus am Schüberg), Mirko Wiegert (Fritz Kola – anjola) und Sieghard Wilm (St. Pauli Kirche) uvm.
CmI2LqsWQAAGhJWPReventas HamburgCmIzK2kWIAArQZsPReventas HamburgunnamedPReventas HamburgCmJG_4VXIAcR7Bb


Leave a Comment.