Heilig und Cunitz beim 8. N Klub in Frankfurt – Möglichkeiten urbaner Nachhaltigkeit

Heilig und Cunitz beim 8. N Klub in Frankfurt - Möglichkeiten urbaner Nachhaltigkeit

Eine offene Atmosphäre, spannender Impulsvortrag und interessierte Vertreter aus Frankfurts Nachhaltigkeitsszene – am 9. November brachte der 8. N Klub Frankfurt die Vielfalt des Themas Nachhaltigkeit in den Reha-Werkstätten Eschenheimer Tor zusammen.

10. November 2016 • Der Einladung zur bereits achten Ausgabe des N Klub Frankfurt folgten gestern Abend rund 90 Aktivisten, Interessierte und der Nachhaltigkeit Verbundene. Gastgeber Georg Schürmann (Triodos Bank N.V. Deutschland) und Initiator Lars Meier (PReventas Hamburg) begrüßten die Nachhaltigkeitsszene der Mainmetropole in den Reha-Werkstätten Eschenheimer Tor. Dort gehen tagsüber Menschen mit psychischer Behinderung mithilfe des Frankfurter Vereins einem Beruf nach und haben so an der Gesellschaft teil. „Wenn man die Bedingungen nur etwas darauf einstellt, können auch psychisch kranke Menschen gute Arbeit machen“, skizzierte Dieter Debus (Frankfurter Verein) in seinen Begrüßungsworten.

In seiner Impulsrede stimmte Olaf Cunitz, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Frankfurt, auf den Themenschwerpunkt Nachhaltigkeit in Großstädten ein. Er warf die Frage auf: „Wie kann man in einer so rasant wachsenden Stadt Wohnraum überhaupt noch entwickeln, ohne die klimatischen Belastungen weiter zu erhöhen?“ In dem neuen Format „N Klub fragt nach?!“ stellte sich Umweltdezernentin Rosemarie Heilig den Fragen von Gastgeber Lars Meier. Auch hier stand die Beziehung von städtischer Entwicklung und ökologischer Verträglichkeit im Mittelpunkt: „Ich möchte, dass zukünftig vom Grün her gedacht wird. Überall da, wo eine Grünfläche versiegelt wird, muss eine neue entstehen“, appellierte Frau Heilig.

Frankfurts Nachhaltigkeitsszene präsentierte am Abend ihre vielen Facetten. In fünf „100-Sekunden“-Kurzvorträgen zeigten lokale Initiativen und Projekte, welchen Beitrag sie für ein nachhaltigeres Frankfurt leisten. ShoutOutLoud setzt sich unter anderem für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Nahrungsmitteln ein. Daniel Anthes stellte ein neues Projekt der Initiative vor. Mit der Resteküche wird ein Foodtruck ins Leben gerufen, der gerettete Lebensmittel verarbeitet. „Eine Zucchini wird nicht mehr gegessen, weil sie zu krumm ist? In welcher Zeit leben wir?“, skizziert Anthes die Motivation dahinter. Hannah Helmke von right.based on science erklärte, wie das im August gegründete Startup Unternehmen an komplexe Wissenschaftsbasierte Emissionsziele heranführt. Dadurch sichern sich diese einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Einen offenen Treffpunkt in Form eines Tante-Emma-Ladens anbieten und darin mit Nachbarn Möglichkeiten austauschen im Alltag Ressourcen zu schonen. Dieses Konzept steckt hinter Carpe Futurum Ginnheim. Sybille Fuchs setzt sich dafür ein, lokal für den Klimawandel zu sensibilisieren. In Ginnheim möchte sie so einen Beitrag zu einer offenen und nachhaltig gelebten Nachbarschaft leisten. Dass eine digitalisierte Welt auch Chancen bietet nachhaltiges Handeln im Alltag effizienter zu machen, erörterte Carsten Fiedler. Er plädiert dafür mithilfe von Software das Gute mit dem Nützlichen zu verbinden: „Wenn sich der Nutzer gegen neue Hardware und für eine Browserlösung entscheidet, hat auch das 13 Jahre alte Auslaufmodell noch eine Chance.“  Zu guter Letzt  appellierte Jan Miller von der Triodos Bank: „Tut es und schreit es laut, macht Euch stark für tolle Bildung, und für tolle Altenpflege. Erzählt den Menschen von Nachhaltigkeitsbanken und macht mehr Öko-Gedöns!“

Neben den Gastgebern und „100 Sekunden“-Rednern waren unter anderem folgende Gäste beim N Klub: Helge Beck (ZUUM, Umweltforum Rhein-Main e.V. und CSR-Beraternetzwerk), Eva Bergauer (Stv. Leiterin Unternehmensentwicklung, IHK Frankfurt), Christian Bourgeois (Vorstand, FINE – Frankfurter Institut für nachhaltige Entwicklung), Corina Brückner (Inhaberin, Arco Iris), Esat Cibarogullari (Greenpeace Energy eG), Roland Fiedler (Geschäftsführer, Reformhaus FREYA), Tobias Frink (Marketing, Triodos Bank N.V. Deutschland), Marlene Haas (Geschäftsführerin, LabL.Frankfurt), Max Jakubowski (Geschäftsführer, Caffé Due Mani), Christian Kolb (Geschäftsführer, Wiesenlust), Patrick Mijnals (Geschäftsführender Gesellschafter, bettervest GmbH), Jana Peters (Vorstandsmitglied, Bündnis 90/ DIE GRÜNEN), Georg Schürmann (Geschäftsleiter, Triodos Bank N.V. Deutschland) und Julius Wörner (Co-President, 180Degrees Consulting e.V.) und viele weitere…

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