6. N Klub Frankfurt zeigt Perspektiven für Obdachlose und Flüchtlinge auf

N Klub zeigt Perspektiven für Obdachlose und Flüchtlinge auf

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  • Oktober 7, 2015

7. Oktober 2015 • Auf Einladung von Georg Schürmann (Triodos Bank N.V. Deutschland) und Initiator Lars Meier (PReventas Hamburg) kamen gestern Abend rund 100 Aktivisten, Interessierte und Vertreter der Nachhaltigkeitsszene im Social Impact Lab Frankfurt zusammen, um sich über die nachhaltige Zukunft der Mainmetropole auszutauschen. Nach den Begrüßungsworten von Hausherr Nils Hafa nutzte Georg Schürmann in seinen einleitenden Worten die Gelegenheit, die Gäste zur Fair Finance Week (16. bis 20. November) einzuladen und sich dort über Nachhaltigkeit im Finanzwesen zu informieren. Auch zeigte sich Schürmann stolz, dass die Triodos Bank seit der ersten Ausgabe 2013 Gastgeber des Nachhaltigkeitsnetzwerks ist und die Kooperation eine Tradition.

In den anschließenden diskussionsanregenden „100-Sekunden“-Kurzvorträgen zeigten Initiativen und Projekte, welchen Beitrag sie im Bereich Nachhaltigkeit in Frankfurt am Main leisten – und welche Hürden sie nehmen müssen. Holger Heinze, der kürzlich sein Online-Nachhaltigkeitskaufhaus Monagoo schließen musste, erklärte den Anwesenden, dass sich Nachhaltigkeit aus ökonomischer Perspektive noch immer nicht lohne. Er forderte, dass nachhaltiger Konsum kein Luxus mehr sein dürfe. Über ihr jahrzehntelanges Engagement sprach Schwester Sigrid von Lichtblick aktiv Schwester Sigrid e.V. in ihrem Impulsvortrag. Sie skizzierte die Entstehungsgeschichte des Hauses Lichtblick und gab Einblicke in die Höhen und Tiefen bei der Arbeit mit Obdachlosen und Langzeitarbeitslosen. Nach einer Pause, in der die Gäste vegetarische Speisen von Wiesenlust und Zeit für Brot genossen, eröffnete Uli Tomaschowski den zweiten Teil des Abends mit kritischen, tagesaktuellen Fragen: „Warum erhalten Asylsuchende erst nach einem Jahr einen Deutschkurs? Und warum haben sie keine Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe?“ Mit Deutschkursen für Ausländer, Flüchtlinge und Asylbewerber leisten Lehrer im Rahmen seines Projekts Teachers on the Road ehrenamtlich Integrationshilfe. Sie wollen den Menschen mit Sprachkompetenz aus der Isolation heraushelfen und ihnen die Eingewöhnung in Deutschland maßgeblich erleichtern. Den letzten Kurzvortrag des N Klub nutze Frank Schweikert vom Medien- und Forschungsschiff Aldebaran, um auf den „Climate Sail“ für die Deutsche Meeresstiftung zur UN-Klimakonferenz in Paris aufmerksam zu machen. Die Aldebaran wird auf ihrer Segelfahrt am 18. Oktober in Frankfurt festmachen und lädt die Nachhaltigkeitsszene zum Lunch ein, um über die Klimakonferenz und die Zukunft der Weltmeere zu sprechen.

Neben den Gastgebern und „100 Sekunden“-Rednern waren unter anderem folgende Gäste beim N Klub: Olaf Altmann (Greenpeace Energy eG), Kurt Bangert (EPN Hessen e.V.), Helge Beck (CSR-Beraternetzwerk), Christian Bourgeois (FINE – Frankfurter Institut für nachhaltige Entwicklung), Roland Fiedler (Reformhaus FREYA KG), Klaus Grund (stadtmobil Rhein-Main), Marlene Haas (KULTpour), Nils Hafa (Social Impact Lab Frankfurt), Hajo Köhn (Neue Geld Ordnung), Christian Kolb (Wiesenlust), Ferdinand Laurich (Viva con Agua de Sankt Pauli e.V.), Matthias Lehnert (Oikocredit Geschäftsstelle Deutschland), Lukas Naab (Sea Shepherd Ortsgruppe Frankfurt), Jana Peters (Bündnis90/DIE GRÜNEN), Angelika Schichtel (Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Bundesverband e.V.), Maria-Theresa Schießl (Institut für sozial-ökologische Forschung ISOE GmbH), Anna-Mara Schön (Shout Out Loud), Simone Steinberg (DB Training, Learning & Consulting), Gernot Stiebig (Brauerei Alsfeld AG) und Max Weber (Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main).

 


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