Nachhaltige Ideen von Katharina Fegebank, Frank Otto und Sina Trinkwalder – der 34. N Klub Hamburg

Nachhaltige Ideen von Katharina Fegebank, Frank Otto und Sina Trinkwalder - der 34. N Klub Hamburg in der St. Pauli Kirche

Wie steht es um die Nachhaltigkeit in der Hansestadt? 120 Gäste diskutierten beim 34. N Klub in der St. Pauli Kirche mit Hamburgs Zweiter Bürgermeisterin Katharina Fegebank, Medienunternehmer Frank Otto sowie der Autorin Sina Trinkwalder.

Das Schlagwort Nachhaltigkeit scheint omnipräsent. Ihm verschreiben sich Produkte, politische Strategien, Initiativen und Vereine. Doch wo integrieren wir Nachhaltigkeit konkret in unseren Alltag? Am 05. Dezember brachte der N Klub in der St. Pauli Kirche zum 34. Mal in Hamburg 120 Akteure der Nachhaltigkeitsbewegung zusammen. Gemeinsam gingen sie der Frage nach „Was bedeutet Nachhaltigkeit und weshalb lohnt es sich, aktiv zu werden?“

Seine Motivation, sich gesellschaftlich zu engagieren, teilte Frank Otto, Medienunternehmer, in seinem Impulsvortrag: „Durch das Tauchen fühle mich dem Meer schon lange verbunden. Das Meer ist der tatsächliche Lebensraum dieses Planeten und auch dieser wird durch zu viel CO2 bedroht. Dieses versauert das Meer und greift so in die Nahrungskette ein. Das ist ein wichtiger Grund sich für eine CO2-Reduktion einzusetzen.“

Wie nachhaltig ist Hamburg wirklich? Darüber diskutierte N Klub-Initiator Lars Meier mit Hamburgs Zweiter Bürgermeisterin Katharina Fegebank. Diese betonte Erfolge der grünen Regierungsarbeit im Senat: „Wir konnten starke Akzente setzen.“ Beispielhaft nannte Fegebank das Stichwort Fahrradstadt: „Sicher reicht das noch nicht, aber die Mobilitätswende braucht einen Bewusstseinswandel und die Bereitschaft aller den Weg mitzugehen. Wir müssen Angebote machen, damit Menschen umsteigen.“ Damit hänge auch das Thema Luftreinheit und Lärm zusammen. „Wir haben den modernsten und substanziellsten Luftreinhalteplan um die Herausforderungen einer industriell geprägten Großstadt anzugehen“, so Fegebank. Arbeitsbedarf sieht sie zeitgleich bei der Energieversorgung: „Wir wollen die Wärmeversorgung umweltfreundlicher und klimafreundlicher gestalten, müssen aber die Versorgungssicherheit und Preissicherheit gewährleisten. Da müssen wir auch über Kohle reden.

Zum dritten Mal vergab der N Klub den PSD Bank Nord-Förderpreis. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wurde an die Evangelische Kita Veddel verliehen. Frank Neitzel, Vorstandssprecher der PSD Bank Nord, erklärte zur Auswahl des Gewinners: „Kinder sind die Zukunft, aber haben es in Hamburg nicht immer leicht, egal in welchem Stadtteil.“ Der Förderpreis wird die Neugestaltung des Außenbereichs der Kindertagesstätte mitfinanzieren. Dabei werden für Spielgeräte weitgehend Naturmaterialien genutzt, auch Obstbäume werden gepflanzt. Im Vorfeld der Veranstaltung wählte eine Jury den Gewinner unter 15 Bewerbern aus.

Die traditionellen 100 Sekunden-Kurzvorträge wurden bei diesem N Klub durch Sina Trinkwalder bereichert. Die Unternehmerin und Autorin („Im nächsten Leben ist zu spät“) stellte ihr neues Projekt BRICHBAG vor: „Wir machen Obdachlose mit unseren Rucksäcken in Neonfarben sichtbar. Jeder Rucksack enthält Hygieneartikel, denn  diese helfen Menschen ihr Selbstwertgefühl zu halten. Mittlerweile konnten wir knapp 1000 Obdachlose mit Rucksäcken versorgen. Jetzt sind 125 Brichbags in Hamburg angekommen und legen somit den Grundstein, Obdachlose hier sichtbarer zu machen.

In weiteren 100 Sekunden-Kurzvorträgen zeigte sich die Vielfalt des Themas Nachhaltigkeit in Hamburg.

In guter Gesellschaft, so der Name des ersten Zero Waste-Cafés der Stadt. „Wir verzichten auf Müll, in erster Linie aus Plastik. Wir kaufen unverpackt ein oder stellen es einfach selbst her“, sagten die Besitzerinnen Ina Choi-Nathan und Alana Zubritz.

Energiewende ist ein zentrales Schlagwort aktueller Politik. Eng damit verbunden ist die Forderung nach einem Kohleausstieg. Derzeit bildet sich eine breite Initiative, die ein kohlefreies Hamburg bis 2025 fordert. „Jedes Bundesland kann ein Klimaschutzgesetz für sich entwickeln und damit fangen wir jetzt in Hamburg an. Wir müssen anfangen damit Schicht im Schacht ist“, so Mirco Beisheim, Mitbegründer der Bewegung.

Aid for Artists in Exile hilft Künstlern aus aller Welt, die in Ihren Heimatländern verfolgt und an künstlerischem Schaffen gehindert werden“, sagten Schauspielerin Christiane Filla und Regisseurin Anna Schildt. Darum vergibt der in Paris gegründete und nun nach Hamburg gezogene Verein Aid A Stipendien für Künstler.

SOCIAL: #nklubHH

Als Gäste des Abends waren u.a. dabei:

Kim Christopher Birtel (Surf Club Altona), Arnd Boeckhoff (Hanseatic Help), Jan Brandt (PSD Bank Nord eG, Olaf Dechow (Otto GmbH & Co. KG), Stefan Dierks (Tchibo GmbH), Laura Hoyer (KlimaINVEST Green Concepts), Martina Irmisch (Haus der Familie), Michel Kellenbenz (Fahrradgarderobe), Volker Lux (subvert Skateboarding), Prof. Dr. Peter Ostendorf (Praxis ohne Grenzen), Paul Pauksch (altonale GmbH), Umut Savac (Barclaycard), Karin Schmalriede (Johann Daniel Lawaetz-Stiftung), Tobias Schlegl, Ralf Ziegenhagen (Loki Schmidt Stiftung) und viele weitere…


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