„Wir haben nicht mehr viel Zeit etwas zu verändern“ – 9. N Klub in Frankfurt

„Wir haben nicht mehr viel Zeit etwas zu verändern“ - 9. N Klub in Frankfurt

05. Mai 2017 ● Rund 100 Aktive aus Frankfurts Nachhaltigkeitsszene trafen sich beim 9. N Klub der Mainmetropole. In offenem Austausch wurde im neuen Kreativtreffpunkt in Frankfurts Osthafen, dem Pier F, die Vielfalt des Themas Nachhaltigkeit beleuchtet. Das Pier F bringt als Ort für kreativen Austausch Menschen zusammen, die sich für ein nachhaltiges Miteinander im urbanen Kontext engagieren. Damit bereichert das Pier F Frankfurts Osthafen um eine neue Bildungs- und Begegnungsstätte, erklärte Susanne Petry, die Geschäftsführerin des Projekts: „Wir siedeln kreative an und bringen Akteure zusammen, um gemeinsam für das Thema Nachhaltigkeit zu arbeiten.“ Deutlich wird dies an der Kaffeerösterei Caffe due Mani, die die Flächen zur Produktion ihrer „grünen“ Produkte nutzt.

Daran knüpfte Lars Meier (Gute Leude Fabrik), Initiator des N Klub in seiner Begrüßung an: „Wir wollen einen unverkrampften Umgang mit der Nachhaltigkeit vermitteln. Wir wollen alternative Angebote aufzeigen und davon gibt es eine Menge.“

„Wir haben nicht mehr viel Zeit etwas zu verändern, wenn wir die Welt für unsere Kinder und Enkel erlebbar machen wollen, wie wir sie heute erleben“, erklärte Gastgeber Georg Schürmann (Triodos Bank N.V. Deutschland) in seiner Impulsrede und appellierte: „Lasst uns nicht auf die Politik warten um Nachhaltigkeit zu fördern. Wir können etwas verändern.“

In den beliebten „100 Sekunden“-Kurzvorträgen stellten innovative Initiativen ihre Ideen vor, Frankfurt zu einer nachhaltigeren Stadt zu machen. „Es gibt tolle Ideen unsere Region nachhaltiger zu machen. Wir wollen Leute, die mit Leidenschaft Projekte vorantreiben, unterstützen. Wir geben ihnen Sichtbarkeit und bringen sie mit finanziellen Förderern zusammen“, beschrieb Dr. Alexandra Partale die Idee hinter „place2help Rhein-Main, einer Initiative die sich gerade neu gründet. „Wir müssen Landwirtschaft und Stadt zusammenbringen und einen offenen Austausch leben“ beschrieb Jörg Weber die Beweggründe des neu gegründeten Vereins Bürger für regionale Landwirtschaft und Ernährung e.V.. So möchte die Initiative das Bewusstsein für lokale landwirtschaftliche Produkte stärken. Feinstaubbelastung ist wohl in jeder Großstadt ein Streitthema. Wie groß ist die Belastung in Frankfurt und wie verteilt sie sich? Das möchte Paul J. Wege von machwerk herausfinden und entwickelte ein Do-it-Yourself-Messgerät, denn „es gibt ein Feinstaubproblem und drei Messstationen in ganz Frankfurt für 43 Stadtteile. Wir messen unseren Feinstaub jetzt selbst.“

Neben den Gastgebern und „100 Sekunden“-Rednern waren unter anderem folgende Gäste beim N Klub: Daniel Anthes (Shout Out Loud), Arif Arslaner (Kubi e.V.), Georg Bruch (Die Familienküche), Alec de Silva (NABU Landesverband Hessen e.V.), Ellen Enslin (Ecofair Consulting), Roland Fiedler (Reformhaus FREYA), Sybille Fuchs (Carpe Futurum), Klaus Grund (Sachenaufrädern), Nils Hafa (Greentec Capital), Michael Kaminski-Nissen (MKN), Daniela Mahr (reflecta Filmfestival), Patrick Mijnals (Bettervest GmbH), Jan Miller (Triodos Bank N.V. Deutschland), Yvonne Thiele (Startwerk A) und viele weitere…

SOCIAL: #nklubffm

 


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