„Wir müssen Solidarität ermöglichen“ – 10. N Klub in Frankfurt

„Wir müssen Solidarität ermöglichen" - 10. N Klub in Frankfurt

Frankfurts Bürgermeister Uwe Becker traf mit der Nachhaltigkeitsszene der Stadt. Der Frankfurter Salon, das neue Café des Frankfurter Verein, machte seinem Namen dabei alle Ehre. Gespräche und Austausch der rund 100 Gäste aus allen Branchen der Nachhaltigkeit erinnerten an das Ambiente vergangener Salonkultur Frankfurts.

„Die ersten Salons in Frankfurt waren ein Zentrum der Diskussionskultur. Hier wurde das demokratische Verständnis des damaligen Bürgertums geprägt. Im Frankfurter Salon wollen wir diese Tradition wiederbeleben“, sagte Peter Hovermann, Geschäftsführer des Frankfurter Verein und Gastgeber, in seinen Begrüßungsworten. Kreative, Initiativen, Hersteller „grüner Produkte“, Vertreter sozialer Vereine, Experten und interessierte Bürger diskutierten über unterschiedliche Zugänge der nachhaltigen Zukunft Frankfurts.

Unter dem Motto „Der N Klub fragt nach?!“ führten Lars Meier (Gute Leude Fabrik), Initiator des Nachhaltigkeitsnetzwerks und Frankfurts Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker ein Gespräch über Zukunftsfähigkeit und gesellschaftliche Vielfalt: „Wir müssen Menschen aktivieren sich zu engagieren und Solidarität ermöglichen. Frankfurt zeigt wie es möglich ist, sich zu begegnen und Ängste abzubauen. Die Vielfalt und Buntheit wird noch mehr werden. Irgendwann sollten wir aufhören über beispielsweise den Migrationshintergrund zu reden, da er keine Rolle mehr spielt. Wir sind hier alle Frankfurter“, so der Bürgermeister. Gesprächsbereitschaft um Vorurteile zu überwinden müsse auch für die internationale Politik gelten. „Die Welt kommt nicht ohne Dialog aus. Darum ist mir ein G8 oder G20-Gipfel auch in Frankfurt willkommen“, sagt Uwe Becker.

In den beliebten „100 Sekunden“-Kurzvorträgen stellten innovative Initiativen ihre Ideen vor, Frankfurt zu einer nachhaltigeren Stadt zu machen.
Junge Menschen in ihrem freiwilligen Engagement unterstützen.

Diesem Ziel hat sich die Initiative Stadtteilbotschafter Frankfurt verschrieben: „Mit dem Ehrenamtsstipendium Stadtteilbotschafter fördern wir junge Menschen ihre Ideen vor ihrer Haustür umzusetzen“, beschrieb Silja Flach die Idee dahinter.
Nachhaltigkeitsziele sind für alle Teile der Gesellschaft wichtig – auch für die Finanzwirtschaft. Darauf wies Georg Schürmann, Geschäftsleiter Triodos Bank N.V. Deutschland, hin: „Der Kohleausstieg ist ganz wichtig. Es tut sich was bei den Sustainable Development Goals, wir sind auf dem richtigen Weg.“
Frankfurt als Modelregion für Deutschland und Europa bei der Erforschung biobasierter Stoffströme. Dieses Ziel sieht Dr. Manfred Kircher zum Greifen nah. „Abwasser, biobasierter Müll und Abfall aus der Landwirtschaft können die Rohstoffe der Zukunft werden. Daran arbeiten wir in der Metropolregion Frankfurt“, so Kircher.
Über den hohen Stellenwert von Bioprodukte und nachhaltigem Arbeiten berichteten Auszubildende des Reformhaus FREYA. Gesunde Ernährung und Herkunft von Produkten identifizieren sie als Motivation in einem Reformhaus zu arbeiten: „In der Ausbildung lernt man viel für das Leben“, sagten die Auszubildenden.

Neben den Gastgebern und „100 Sekunden“-Rednern waren unter anderem folgende Gäste beim N Klub:
Daniel Anthes (Shout Out Loud), Birgit Becker (Paidosophos – Philosophieren mit Kindern e.V.), Christian Bourgeois (FINE Frankfurter Institut für nachhaltige Entwicklung), Roland Fiedler (Reformhaus FREYA), Klaus Grund (Sachenaufrädern), Michael Kaminski-Nissen (B.A.U.M), Patrick Mijnals (Bettervest GmbH), Jan Miller (Triodos Bank N.V. Deutschland), Ulli Nissen (Frankfurter SPD – Bundestagsabgeordnete), Jana Peters (Bündnis 90/Die Grünen), Max Weber (Stadt Frankfurt am Main, Energiereferat), Paul Wege (Machwerk) und viele weitere…

SOCIAL: #nklubffm

 


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