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„In den nächsten vier Jahren liegt die Barrierefreiheit im öffentlichen Personennahverkehr bei 100 Prozent“ – Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher zu Gast beim 39. N Klub

Eine außergewöhnliche Location mit einem besonderen Gast: Am Mittwochabend lud der N Klub zur 39. Ausgabe ein, dieses Mal in die U-Bahn-Haltestelle der U4 der HafenCity-Universität. Den Mittelpunkt des Abends bildeten die 15 Forderungen des Nachhaltigkeitsnetzwerkes für ein zukunftsfähiges Hamburg, die N Klub-Initiator Lars Meier seinem Gesprächspartner im Rahmen des Formates „Der N Klub fragt nach?!“ präsentierte. Vor fünf Jahren überreichte Lars Meier bereits ähnliche Forderungen an den damaligen Bürgermeister Olaf Scholz, jetzt stellte sich Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher der Liste des N Klubs. Die 130 anwesenden Gäste verfolgten das offene Bühnengespräch und die Ausführungen von Tschentscher mit großem Interesse. Besonders die Forderungen nach emissionsfreiem Gewerbeverkehr, einer besseren Infrastruktur für ältere Menschen und einer Nachhaltigkeitsstabsstelle in der Senatskanzlei wurden unter die Lupe genommen.

Lars Meier befragt Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher bei „Der N Klub fragt nach?!“

Auf den Punkt nach emissionsfreiem Gewerbeverkehr innerhalb des Ring 2, entgegnete der Bürgermeister: „Was den offiziellen Last-Mile-Transport von Paketdiensten angeht, sind wir 2025 wahrscheinlich schon sehr weit. Wir haben mit ihnen auf Neudeutsch einige ‚Letter of Intence‘ beschlossen und vereinbart, dass sie Elektrofahrzeuge im innerstädtischen Bereichen einsetzen und wir ihnen dafür die Voraussetzungen zur Umsetzung schaffen.“ Auf den Wunsch nach besserer Infrastruktur für ältere Menschen, blickt er positiv in die Zukunft: „Wir sind in den nächsten vier Jahren bei 100 Prozent behindertengerechten U- und S-Bahn-Stationen in Hamburg. Das macht uns in Europa auch keine andere Stadt vor.“ Die Nachfrage von Lars Meier, wie der aktuelle Status hier aussähe, entgegnete Tschentscher, dass man sich aktuell zwischen 80 und 85 Prozent bewegen würde, was ein sehr großer Fortschritt sei im Vergleich zu seinem Senatsantritt im Jahr 2011. Eine barrierefreie Stadt sei schließlich eine menschengerechte Stadt für alle und daher von enormer Bedeutung. Hier wies Tschentscher auch darauf hin, dass nicht nur ältere Menschen, sondern auch Menschen mit Behinderungen, Einschränkungen oder Familien mit Kinderwagen einen entsprechenden Zugang bräuchten. Er selbst habe aufgrund einer gesundheitlichen Einschränkung schon erlebt, wie schwierig eine Treppe in gewissen Situationen sei. Eine Nachhaltigskeitsstabstelle in der Senatskanzlei hält Tschentscher jedoch für ausgeschlossen: „Nicht jede wichtige Aufgabe kann man bei der Senatskanzlei anbinden, sonst bräuchten wir keine Fachbehörden mehr“.

Henrik Falk (links) und Lars Meier (rechts) übergeben die 15 Forderungen an den Bürgermeister

Den Auftakt des Abends bildete eine Begrüßungsrede des Vorstandsvorsitzenden der HOCHBAHN und Gastgebers Henrik Falk, gefolgt von der Impulsrede von Christian Hochfeld. Der Direktor der Denkfabrik Agora Verkehrswende ist Experte in den Bereichen Verkehr sowie Elektromobilität und präsentierte unter anderem Thesen für die Verkehrswende, sein zentraler Punkt: „Wir hatten in letzten Jahrzehnten zu wenig Bemühungen, das Verkehrssystem auszubauen. Allein der Antrieb bringt uns die Verkehrswende nicht.“ Wir bräuchten die Verkehrswende, sonst können die Klimaschutzziele nicht erreicht werden, so Hochfeld.

Christian Hochfeld hielt am Abend die Impulsrede

Bereits zum achten Mal wurde der PSD Bank Nord-Förderpreis verliehen. Aus über zehn eingereichten Bewerbungen wurde der mit 2.500 Euro dotierte Preis der Loki-Schmidt-Stiftung überreicht, die sich mit dem neuen Projekt „Kinder werden NaturForscher“ für mehr Naturnähe von Stadtkinder engagiert.

Frank Neitzel von der PSD Bank Nord übergibt den Förderpreis an die Loki-Schmidt-Stiftung

Einen weiteren Höhepunkt des Abends bildeten die „100 Sekunden“-Kurzvorträge. Das Start-up Cirplus baut eine Digitalplattform für den Handel mit recycelten Kunststoffen vor, die Initiative Hamburg liest weiter leitet ausgelesene Zeitungen an gemeinnützige Einrichtungen weiter und Team Green setzt sich für nachhaltige Mobilitätsmöglichkeiten ein. Außerdem dabei: die Initiative Go Banyo, die einen Duschbus für Obdachlose auf die Straße bringen will.

Die Vortragenden der 100 Sekunden-Reihe

„Der N Klub fragt nach?!“ mit Dr. Peter Tschentscher könnt ihr ab sofort in unserem Podcast noch einmal nachhören:

Als Gäste des Abends waren u.a. dabei:

Ralf Behrens (Behörde für Umwelt und Energie), Anja Berestetska (Mobilitätslabor), Prof. Dr. Michael Braungart (Epea GmbH), Prof. Dr. rer. Pol. Roland Deckert (HFH – Hamburger Fern-Hochschule), Henrik Düker (Greenpeace Energy eG), Björn Fischer (tricargo), Pascal Fromme (Pfand gehört daneben), Dorita Hermes (Hamburg Port Authority), Laura Hoyer (KlimaNVEST Green Concepts GmbH), Anja Lennartz (Loki-Schmidt-Stiftung), Alexander Liedke (WWF Deutschland), Dominika Mazurkiewicz (Klimapatenschaft GmbH), Frank Neitzel (PSD Bank Nord), Mathis Neuburger (Hamburger Morgenpost), Christian Priemer (Hamburger HOCHBAHN), Mimi Sewalski (Avocado Store GmbH) Norman Wiegand (Hamburger HOCHBAHN), Frank Wieding (Hamburger Tierschutzverein)

12. N Klub in Frankfurt: „Wir müssen über Geschichte lernen, aber vor allem müssen wir aus Geschichte lernen.“

Am Mittwoch, dem 17.04.2019, kamen rund 100 Vertreter von Vereinen, Initiativen und aus der Wirtschaft in der Bildungsstätte Anne Frank zum N Klub in Frankfurt zusammen und diskutierten aktuelle Herausforderungen und Aufgaben in der Nachhaltigkeitsszene der Mainmetropole.

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Vergangenen Mittwoch stellten Nicole und Claudia in 100 Sekunden die Arbeit vom Stitch by Stitch e.V. in Frankfurt vor. Sie haben gemeinsam mit professionellen Schneiderinnen, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind, eine B2B Schneider-Werkstatt gegründet, um kleine Serienproduktionen für lokale Start-Up Labels anzufertigen. Ganz besonders wichtig ist ihnen die Ausbildung und Integration im Werkstattalltag. Die Vielfalt der Menschen und ihre unterschiedlichen Kompetenzen, stärken ihr Unternehmen und gleichzeitig werden Sprachdefizite und -barrieren abgebaut. Weitere Informationen über das Projekt erhaltet ihr hier: www.stitchbystitch.de . . #nklub #nklubhh #nachhaltigkeitsklub #zukunftsfähigkeit #klub #nachhaltigkeit #nachhaltigesleben #netzwerk #sustainability #gemeinschaft #netzwerken #thereisnoplanetb #einfachmachen #fairfashion #newfashion

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Zum Auftakt des Nachhaltigkeitsnetzwerkes stellte Deborah Krieg von der Bildungsstätte Anne Frank e.V. in der Eröffnungsrede die Frage „Wie setzen wir uns eigentlich miteinander auseinander, um eine bessere Welt zu schaffen?“. Darüber hinaus plädierte sie für einen bewussten Umgang mit Geschichte: Es gehe nicht nur darum, über Geschichte etwas zu lernen, sondern vor allem auch aus der Geschichte zu lernen. Anschließend hielt Daniel Anthes (33) eine Impulsrede. Der Food- und Nachhaltigkeitsexperte war bereits vor einigen Jahren beim N Klub zu Gast und forderte nun in seinem Vortrag „mehr Mut und Zukunftsoptimismus, denn damit können wir etwas erreichen.“ Nachhaltig zu leben sei nicht nur für die Gesellschaft insgesamt besser, sondern auch für jeden Einzelnen ein Mehrwert: „Achtsamer Konsum bringt uns mentalen Reichtum“. Dirk Friedrichs stellte anschließend attac vor und hat u.a. über den Status Quo der Organisation und die rechtlichen Herausforderun-gen bzgl. Gemeinnützigkeit gesprochen.

Im Rahmen der beliebten „100 Sekunden“-Reihe präsentierten drei Frankfurter Initiativen ihre Projekte. Anna Meister von ZuBaKa will jugendlichen Migranten und Geflüchteten einen erfolgreichen Start in Schule und Beruf ermöglichen, BIEGL e.V. setzt sich für den Erhalt der Grünfläche am Günthersburgpark ein und Nicole von Alvensleben führt gemeinsam mit geflüchteten Schneiderinnen das Label Stitch by Stitch.

Wir blicken auf eine erfolgreiche N Klub-Reihe in Frankfurt zurück und bedanken uns bei allen Partnern und Gästen.

Als Gäste des Abends waren u.a. dabei:

Georg Schürmann (Triodos Bank), Helge Beck (Umweltforum Rhein Main), Youssef Bouniete (Stadt Frankfurt), Siraad Wiedenroth (Bildungsstätte Anne Frank), Cordula Delp (ball group – SCM2), Dr. Christiane Jünemann (Jünemanns junges Gemüse), Edith Kleber (Frankfurter Tafel), Matthias Lehnert (Oikocredit Geschäftsstelle Deutschland), Susanne Petry (Architektur im Dialog), Simone Steinberg (DB Mobility Logistics), Felix Große-Lohmann (Material für alle e.V.)

„Als Sozialsenatorin ist mir das Thema Energie total wichtig“ – Melanie Leonhard bekundet beim 38. N Klub Interesse an der Leitung der Umweltbehörde

„Wenn wir als Stadt in Zukunft eine Rolle spielen wollen, dann wird man weiter daran arbeiten müssen, dass sich auch die Hamburger Industrie als Teil der nachhaltigen Metropole versteht“: Mit dieser Aussage beschrieb Sozialsenatorin Melanie Leonhard (41, SPD) den Status Quo um die Nachhaltigkeit in der Hansestadt beim ersten N Klub 2019. Im Zuge dessen erklärte die Politikerin auch, dass sie sich die Leitung der Umweltbehörde durchaus zutraue. Leonhard war der Einladung von N Klub-Initiator Lars Meier in die MOTTE Altona gefolgt, um bei „Der N Klub fragt nach?!“ mit rund 140 Vertretern von Vereinen, Initiativen und aus der Wirtschaft aktuelle Aufgaben und Herausforderungen der Sozialbehörde zu diskutieren.

Auf die Frage, wie der Stand der Dinge bei der Integration der Geflüchteten sei, antwortete die Senatorin: „Anfang des Jahres waren 13.000 von 27.000 der arbeitsfähigen Geflüchteten in sozialversicherungspflichtigen Berufen. Und das ist eine richtig gute Zahl. Wir haben eine ganz tolle Unternehmerschaft in Hamburg, die sich sehr engagiert hat bei dem Thema“. Weiteren Handlungsbedarf sieht sie zudem vor allem im Bereich Elternzeit für Männer: „Ich muss immer anregen: Schöpft den gesetzlichen Rahmen aus. Und das ist für einige noch sehr schwierig. Wir müssen was im Kopf umstellen, sonst wird das ewig so bleiben.“

Lars Meier im Gespräch mit Sozialsenatorin Melanie Leonhard

Den Auftakt der mittlerweile 38. Ausgabe des Nachhaltigkeitsnetzwerkes bildete eine Impulsrede von Kübra Gümüşay (30). Die Autorin und Netz-Aktivistin gehört zu den prägenden Köpfen des Islam in Deutschland und ist eine Vorreiterin im Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Sie stellte fest: „Wenn Empörung zu einem Dauerwerkzeug wird und wir gar nicht mehr dazu kommen, die Vision, die wir haben, umzusetzen […], dann haben wir ein Problem.” Außerdem solle Hass nicht vermenschlicht werden: „Wer Hass streut, befindet sich außerhalb dessen, was sich innerhalb unserer Gesellschaft befinden sollte.“

Kübra Gümüşay hielt am Abend die Impulsrede

Einen weiteren Programmpunkt bildete die nunmehr siebte Verleihung des PSD Bank Nord-Förderpreises. Den mit 2.500 Euro dotierten Preis erhielt die Gesellschaft zur Erhaltung untergehender Kulturgüter Zeitlupe für das aktuelle Projekt „Mein Obstbaum“. Initiator Michael Heißenberg möchte damit Kindern und Jugendlichen näher bringen, wie Lebensgrundlagen erhalten werden können.

Michael Heißenberg (links) erhält den PSD Bank Nord-Förderpreis von Frank Neitzel

Im Rahmen der beliebten „100 Sekunden“-Reihe präsentierten schließlich vier gemeinnützige Hamburger Initiativen ihre Projekte: Martina Irmisch von „Radentscheid Hamburg“ setzt sich für ein sicheres Fahrradnetz in Hamburg ein, Heide Peuckert hat mit ihrem Unternehmen „MyLily“ nachhaltige Hygieneartikel für Frauen, wie Bio-Tampons, entwickelt und Konstanze Burger plant die Gründung der Schauspielschule „Andersrum“ für Menschen mit körperlicher und geistiger Einschränkung. David Hummel von „Zelt17“ wiederum möchte Menschen in ihrer Freizeit spielerisch an das Thema Nachhaltigkeit heranführen.

Kübra Gümüşay mit den Vortragenden der „100 Sekunden“-Reihe

Als Gäste des Abends waren u.a. dabei:

Janina Alff (Hanseatic Help), Kim Christophersen (Surf Club Altona), Ulf Bodenhagen (Hamburg Leuchtfeuer), Arnd Boeckhoff (Viva con Agua Foundation), Nicole Borgeest (Brot für die Welt), Max Brandt (Klimapatenschaften), Olaf Dechow (Otto GmbH & Co. KG), Insa Dehne (Stückgut Hamburg), Cornelia Deppe-Burghardt (Greenpeace e.V.), Kai-Oliver Farr (Engagement Global gGmbH), Manuela Haddadzade (NDR), Janina Jäger (startsocial e.V.), Lars Jessen (Bird & Bird Film GmbH), Varena Junge (enyway GmbH), Mitra Kassai (Oll Inklusiv), Fanny Märcz (ZEIT WISSEN), Christian Priemer (Hamburger HOCHBAHN AG), Linda Rau (JOBLINGE gAG Hanse), Mike Schlink (Hamburger Morgenpost), Jan Siegert (12min.me), Lars Straeter (Conplan Betriebs- und Projektberatungs GmbH), Patrick Alpoim (Vistro), Paul Pauksch (altonale GmbH), Chris Poelmann (GoBanyo), Rainer Ali Wichmann (Scharlatantheater), Mathias Adler (Tagesjournal), Uli Ott (MARLOWE NATURE – fair fashion)

Für mehr Nachhaltigkeit: Umweltsenator Jens Kerstan schreibt keine Weihnachtskarten (37. N Klub Hamburg, St. Pauli Kirche)

Hamburg, 07.12.2018
Für mehr Nachhaltigkeit: Umweltsenator Jens Kerstan schreibt keine Weihnachtskarten
Beim N Klub in der St. Pauli Kirche stellte Umweltsenator Jens Kerstan (52, Bündnis 90/Die Grünen) die Ziele der Behörde für Umwelt und Energie für das kommende Jahr vor. Zur 37. Ausgabe des Nachhaltigkeitsnetzwerkes trafen sich 120 Vertreter von Initiativen, Vereinen und aus der Wirtschaft, um mit dem Senator die Herausforderungen 2019 zu diskutieren.

„Die Wärmewende ist unser großes Ziel, denn damit legen wir den Grundstein, um 2022 das erste Kohlekraftwerk abschalten zu können“, so Umweltsenator Jens Kerstan im Gespräch mit N Klub-Initiator Lars Meier (Gute Leude Fabrik). Handlungsbedarf sieht der Politiker noch an anderer Stelle. „Die Lärm- und Luftqualität in Hamburg muss besser werden. Das ist eine Herkules-Aufgabe, aber der stellen wir uns.“
Außerdem verriet der 52-jährige, welchen Beitrag er für ein nachhaltigeres Weihnachten leistet. „Ich verschicke keine Weihnachtskarten mehr. Das ist ein Brauch, bei dem viele Ressourcen verschwendet werden, ohne dass man jemandem eine große Freude macht.“ Seinen persönlichen Anteil für mehr Umweltschutz im nächsten Jahr steuerte der Senator noch vor Ort bei. Er wurde Fördermitglied des Vereins Pacific Garbage Screening.

Dieser wurde zuvor von Gründerin Marcella Hansch (32) vorgestellt. Die Architektin entwarf ein Konzept, wie man die Ozeane von Plastikmüll befreien kann. Ihre Bilanz nach fünf Jahren Kampf für eine nachhaltigere Welt: „Es ist frustrierend, wie träge die Politik ist und wie viele Steine einem in den Weg gelegt werden. Umso schöner, wenn man sieht, was die große Masse gemeinsam schafft und was jeder Einzelne von uns leisten kann.“

Zum sechsten Mal vergab der N Klub den PSD Bank Nord-Förderpreis. Die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung wurde an den Verein Westwind Hamburg vergeben. Dieser stellt bedürftigen Menschen in der Hansestadt Fahrräder schnell und unbürokratisch zur Verfügung.

Im Rahmen der „100 Sekunden“-Reihe präsentierten drei gemeinnützige Initiativen Hamburgs ihre Projekte. Die größte Aufmerksamkeit erntete das StrassenBUCH. Um Menschen, die auf der Straße leben, eine Möglichkeit zu geben ihre Kreativität auszuleben, erarbeiteten die Vereine MenscHHamburg und StrassenBLUES gemeinsam mit Rosi und Alex, zwei ehemaligen Obdachlosen, einen Foto- und Gedichtband. Die Texte und Bilder im Buch stammen aus der Zeit als Rosi und Alex wohnungslos waren. Diese Zeit gehört inzwischen der Vergangenheit an. Dennoch weiß Rosi noch wie bitter es sich anfühlt, in der Vorweihnachtszeit kein Dach über dem Kopf zu haben. So richtete sie zum Ende der Veranstaltung einen eindringlichen Appell an die anwesenden Gäste: „Lasst die Menschen draußen nicht im Stich! Helft dabei, Unterkünfte zu schaffen – besonders jetzt im Winter.“

Vom Hambacher Forst in die Kleiderkammer – der N Klub bei Hanseatic Help e.V.

Unterhaltsame Bühnengespräche und ernste Anliegen beim N Klub zwischen Kleiderkisten: Im Lager des Vereins Hanseatic Help informierten sich gestern Abend rund 140 Interessierte und Engagierte über Hanna Poddig Erlebnisse im Hambacher Forst und Falko Droßmanns Pläne für den Bezirk Hamburg-Mitte.

18. September 2018 – Informieren, Impulse geben und ein Forum für den Austausch bieten – das ist das Anliegen des Netzwerktreffens N Klub, das regelmäßig Hamburger mit Interesse am Thema Nachhaltigkeit zusammenbringt. Dieses Mal dürfte aber auch der ungewöhnliche Veranstaltungsort zum großen Ansturm auf das kleine Event beigetragen haben: Zwischen Kleiderstangen und Kartons empfingen Veranstalter Lars Meier von der Gute Leude Fabrik und die Gastgeber des 36. N Klub, der Verein Hanseatic Help, rund 140 Gäste. Unter dem Motto „Einfach machen“ unterstützt Hanseatic Help Geflüchtete, Obdachlose, Kinderheime und Krankenhäuser mit gespendeter Kleidung und bot den N-Klub-Gästen Einblick in ihr Arbeitsumfeld.

Auf einer Bühne aus Paletten leitete Dr. Katharina Reuter das Bühnenprogramm ein. Die Geschäftsführerin von UnternehmensGrün e.V. stellte den Bundesverband der grünen Wirtschaft vor und mahnte politische Veränderungen an, um nachhaltiges Wirtschaften zu ermöglichen: „Die politischen Rahmenbedingungen sind nicht so gesetzt, dass man in diesem Ansinnen unterstützt wird.“

Ein weiteres Ausrufezeichen setzte Umweltaktivistin und Autorin Hanna Poddig, die gerade erst aus dem Hambacher Forst in die Hansestadt zurückgekehrt ist. „Dieser Wald ist in vielen Aspekten ein sehr trauriger Ort – die Leute verlieren ein Zuhause und einen sozialen Ort, und alle verlieren einen wirklich wertvollen Wald.“ Aufgrund von Konzerninteressen sei der Wald bereits von 4000 auf 200 Hektar geschrumpft. Sie fasst ihren Einsatz für den Forst mit dem Zitat eines Aktivisten vor Ort zusammen: „Wir kämpfen nicht nur um den Wald, sondern auch um die Herzen.“

Anschließend stand der Talk „Der N Klub fragt nach?!“ mit Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte Falko Droßmann auf dem Programm. „Für mich und meine Mitarbeiter ist Mitte Rock‘n Roll“, fasst Falko Droßmann seine Arbeit in dem Bezirk, der sich von der Veddel bis St. Pauli erstreckt, zusammen. Im unterhaltsamen Gespräch mit N-Klub-Initiator Lars Meier ging es um Sozialpolitik, Senatorenambitionen und die Hamburgische Zivilgesellschaft.
So sprach Droßmann der lebendigen Helfer-Szene in Hamburg ein großes Lob aus. Diese habe die Stadt im Jahr 2015 angesichts des immensen Flüchtlingsstroms vor einem Verwaltungs-Kollaps wie in Berlin bewahrt. „Das war partnerschaftlich ein ziemlich geiler Erfolg“, so der SPD-Politiker. Erfolgreich würden auch die vielen Großveranstaltungen in Mitte gestemmt – von Ironman bis Schlagermove, immer mische der Bezirk Mitte mit. Mit einem Augenzwinkern schlug Droßmann eine Verlagerung einiger Veranstaltungen vor: „Der Schlagermove könnte auch mal die Elbchaussee entlang gehen.“
Ernstere Töne schlug er jedoch auch an, denn der Bezirk stehe vor großen Herausforderungen: Über 70 Prozent der unter 18-Jährigen hätten einen Migrationshintergrund, 60 Prozent aller Kinder lebten in einer Bedarfsgemeinschaft und seien vom Staat abhängig, außerdem bestünde die Hälfte der Familien in seinem Zuständigkeitsbereich aus Alleinerziehenden. Gleichzeitig sei „(…) die Struktur der Bezirksverwaltung in Hamburg eine Katastrophe“, die Prozesse dauerten sehr lange. Dies soll zukünftig verbessert werden. Als Meier den Politiker auf mögliche Aspirationen auf den Posten des Wirtschaftssenators anspricht, betont Droßmann, er sei noch dreieinhalb Jahre Bezirksamtsleiter, fände die Themen Innovation und Verkehr aber „spannend“. „Bis jetzt ist aber noch niemand auf die bescheuerte Idee gekommen, mich zu fragen“, fügte er schmunzelnd hinzu.

Im Rahmen der „100 Sekunden“-Vorträge, für die der N Klub bekannt ist, zeigten sich Hamburgs Initiativen gewohnt vielseitig. Den Anfang machte eine Gruppe um Sylvia Klöpfel vom Verein De Fleetenkieker: „Wir fischen Styropor, Plastikmüll und alles, was nicht in die Alster gehört, mit der Hilfe von Kindern, Schülergruppen und weiteren Freiwilligen heraus“. So kombiniert der Verein Umweltschutz und Jugendarbeit und setzt sich so „für die Tiere, für die Natur und für ein schönes Hamburg“ ein.
Lara Maria Wichels und Jamie Watson von Pinkstinks Germany e.V. stellten ihre Empowerment-Geschichte „David und sein rosa Pony“ vor. Damit sollen Klischees aus dem Weg geräumt werden. „Es ist wichtig, dass wir Menschen auf Homophobie und Sexismus aufmerksam machen“. Die Aktivistinnen wollen aufklären, indem sie die fiktive Geschichte von David und seinem rosa Pony deutschlandweit an Schulen erzählen.

Eine Verbesserung der Gesundheitsvorsorge für obdachlose oder geflüchtete Frauen schaffen, dieses Ziel hat sich das Projekt Women’s Health Team gesetzt. „Wir sind eine Gruppe von Hebammen und Gynäkologinnen, die sich seit August 2015 für eine bessere gynäkologische Versorgung von geflüchteten Frauen einsetzen“, erklärt Ärztin Mirjam Wagner. „Wir haben jetzt sogar eine mobile Praxis, die zwei Mal monatlich eine Sprechstunde für alle bedürftigen Frauen auf dem Hansa-Platz anbietet“, fügt sie hinzu.
Leckeren Kaffee und Kuchen auf Spendenbasis gepaart mit interkulturellen Begegnungen gibt es im frisch eröffneten Treppencafé auf St. Pauli. „St. Pauli hat uns eine neue Heimat gegeben. Jetzt möchten wir uns mit dem Treppencafé um St. Pauli kümmern“, erzählen Amir Reza und Amad Beram über ihr Projekt.

Zum fünften Mal vergab der N Klub den PSD Bank Nord-Förderpreis. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wurde an das Zimmerwetter-Projekt des Regionalverband Umweltberatung Nord e.V. verliehen. Frank Neitzel, Vorstandssprecher der PSD Bank Nord, erklärte zur Auswahl des Gewinners: „Es ist ein tolles Projekt, das zu unserer Kernkompetenz Baufinanzierung passt und Kinder miteinbezieht“. Zimmerwetter setzt sich für das gesunde Aufwachsen in schadstoff- und schimmelpilzfreien Räumen sowie Klimaschutz durch energiesparende Raumnutzung ein. Im Vorfeld der Veranstaltung wählte eine Jury den Gewinner unter 15 Bewerbern aus.

N Klub Frankfurt: Stadtrat Stefan Majer wünscht sich eine bessere Gesundheitsprävention beim 11. N Klub Frankfurt

Stefan Majer, Frankfurts Stadtrat für Personal und Gesundheit, sprach am Donnerstagabend im Mehrgenerationenhaus des KIZ Gallus über die Herausforderungen im Gesundheitssektor.
Über 90 Gäste tauschten sich im Mehrgenerationenhaus des KIZ Gallus über die Zukunftsfähigkeit der Mainmetropole aus.

06. September 2018 ● „Unser Projekt schafft interkulturelle Begegnungsorte für Jung und Alt, mit und ohne Migrationshintergrund“, sagte Gastgeberin Jessica Wiegand vom Verein KIZ Gallus in ihren Begrüßungsworten. Am Hessischen Tag der Nachhaltigkeit wurde das Familiencafé des Hauses zum Begegnungsort für die Nachhaltigkeitsszene Frankfurts. Den ersten Impuls zum Diskutieren lieferte Dr. Christian Hey vom HMUKLV. Mit einem Donut in der Hand verdeutlichte er Kate Raworth Theorie einer sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Wirtschaft. Demnach stelle der äußere Ring des Donut die planetarischen Belastungsgrenzen und der innere Kreis die soziale Fundierung dar, in welcher sich die Menschheit bewegen sollte. „Um das zu erreichen, müssen wir weg aus unseren Filterblasen und hin zu einem vernetzten Denken“, forderte der Leiter der Abteilung Klimaschutz, nachhaltige Stadtentwicklung, biologische Vielfalt.

Im Bühnengespräch „Der N Klub fragt nach?“ sprachen Lars Meier, Initiator des Nachhaltigkeitsnetzwerks und Frankfurts Stadtrat für Personal und Gesundheit Stefan Majer unter anderem über Drogenprobleme in städtischen Brennpunkten. „Der Umgang mit den Schwächsten in der Gesellschaft ist für mich eine grundlegende humane Frage“, erklärte der Politiker. „Nachhaltige Gesundheitspolitik fängt mit der Prävention an“, so der Stadtrat. „Man wartet nicht erst bis die Leute im Krankenhaus sind.“ Für ihn seien die Menschen, die jedes Jahr überleben, Kern des Erfolgs eines Drogenreferats. Anschließend ging er auf die Politikverdrossenheit ein: „Anstatt dass sich die Leute politisch engagieren, sprechen sie von Politikversagen“ machte Majer seinem Ärger Luft und erntete Applaus.
In den beliebten „100 Sekunden“-Kurzvorträgen stellten innovative Initiativen ihre Ideen vor, Frankfurt zu einer nachhaltigeren Stadt zu machen.
Den Anfang machten die Fleckenbühler, ein Arbeits- und Wohnverein aus Cölbe. „Wir helfen Menschen mit Suchtproblemen, selbstbestimmt zu leben. Dabei wollen wir verloren gegangene Grundlagen für eine nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweise auf lokaler Ebene wiederherstellen“, erklärte Johannes Heckmann den Ansatz der nüchternen Arbeits- und Wohngemeinschaft.
Auch in der Kulturlandschaft ist viel Potenzial für Nachhaltigkeit vorhanden. Das Projekt Material für Alle sammelt überflüssig gewordene Materialien aus der Kreativwirtschaft: „Das Konzept schließt eine Lücke im kulturellen Angebot in Frankfurt und fördert neue Möglichkeiten kreative Akteure untereinander zu vernetzen“, so Initiator Felix Große-Lohmann. Ressourcen schonen, den CO2-Ausstoß minimieren und sein Geld gleichzeitig klimafreundlich und rentabel anlegen – dieses Ziel hat sich die Crowdinvesting-Plattform bettervest gesetzt. „Wir finanzieren Energieeffizienz-Projekte in Deutschland sowie in Schwellen- und Entwicklungsländern, in die man schon mit kleinem Geld investieren kann“, informierte Geschäftsführer Patrick Mijnals.

Passend zum Motto „Vielfältig-Nachhaltig-Hessisch“ des Hessischen Tags der Nachhaltigkeit zeigte der 11. N Klub Frankfurt, dass diese Devise von vielen Frankfurtern bereits gelebt wird.

„Wir wollen nicht über Probleme, sondern über Problemlösungen reden“ – 35. N Klub in Hamburg

130 Gäste diskutierten gestern Abend beim 35. N Klub im Goldbekhaus mit Ties Rabe, Hamburgs Senator für Schule und Berufsbildung, über die Zukunftsfähigkeit der Hamburger Schulen und ließen sich von Impulsvorträgen rund um das Thema Nachhaltigkeit inspirieren.

Nachhaltigkeit ist seit Jahren in aller Munde – doch welche Ansätze sind wirklich zukunftsfähig und können konkret umgesetzt werden? „Wir wollen nicht über Probleme, sondern über Problemlösungen reden“, ruft N Klub-Initiator Lars Meier den Gästen zum Auftakt des 35. N Klub in Hamburg zu. Der N Klub lädt die Nachhaltigkeitsszene seit zehn Jahren regelmäßig zum Netzwerken ein und liefert neue Denkanstöße.

Einen konkreten Lösungsansatz stellte Viva-con-Agua-Mitbegründer Michael Fritz in seinem Impulsvortrag zu Beginn der Veranstaltung vor: Mit Projekten wie der Millerntor Gallery – ein gemeinnütziges Kunst- und Kulturfestival im Stadion des FC St. Pauli – oder dem Fußballformat „Viva con Agua Allstars“ sammelt der Hamburger Verein seit Jahren Spenden mit dem Ziel, allen Menschen einen Zugang zu sauberem Trinkwasser und eine menschenwürdige sanitäre Versorgung zu ermöglichen.

Wie steht es um die Bildung an Hamburgs Schulen? Steht Nachhaltigkeit dort auf dem Lehrplan? Darüber sprach N Klub-Initiator Lars Meier im Anschluss mit Hamburgs Schulsenator Ties Rabe im Format „Der N Klub fragt nach?!“.

Ties Rabe zufolge wurde mit dem überparteilichen Schulfrieden bereits vor Jahren eine wichtige Basis geschaffen, die nachhaltiges Arbeiten ermöglicht. Als ehemaliger Lehrer kennt Rabe die Bedingungen und den Alltag an Hamburger Schulen und fühlt sich dem Lehrerberuf nach wie vor stark verbunden – ebenso wie einer nachhaltigen Haltung. Zu einem Fach „Nachhaltigkeit“ hat er dennoch eine klare Meinung:  „Nachhaltigkeit als Schulfach? Da sage ich immer kategorisch nein“. Vielmehr müsse man das Thema Nachhaltigkeit in mehreren Fächern aufgreifen.
 

Als zentrale Aufgabe der Stadt sieht er andere Herausforderungen: „40 Prozent der Hamburger Schüler haben Zuhause keinen Rückenwind in Bezug auf Bildung“. Gründe dafür seien etwa, dass die Eltern schlecht Deutsch sprechen oder selbst Schwierigkeiten in der Schule hatten. Diesen Kindern müsse man einen guten Bildungserfolg ermöglichen. Zudem haben 50 Prozent der Kinder in Hamburg Rabe zufolge einen Migrationshintergrund, im Bundesvergleich ein sehr großer Anteil. Die Schule müsse also immer auch einen Beitrag zur Integration leisten und so zum Zusammenhalt der Gesellschaft beitragen.

Auch der erste „100 Sekunden“-Kurzvortrag nahm das Thema Bildung auf. Donya Golafshan und ihr Team berichteten von ihrem Projekt MUT Academy, das abschlussgefährdeten Schülern den namensgebenden Mut vermitteln und ihnen so zu einem erfolgreichen Schulabschluss sowie einem anschließenden Berufseinstieg verhelfen soll. 48.000 Jugendliche und 250.000 Arbeitslose zwischen 18 und 25 Jahren brauchen den Referenten zufolge jedes Jahr in Deutschland „Mut“ im Hinblick auf ihren Abschluss und Berufseinstieg. Die Erfolgsquote der bisherigen Projektteilnehmer ist hoch: „96 Prozent von unseren 52 Teilnehmern haben ihren Schulabschluss geschafft“, so Donya Golafshan.
 

Auch Linda Brack nutzt die Gelegenheit, über ein Anliegen zu sprechen, das ihr am Herzen liegt: Female Empowerment. Mit der Initiative #Frauenmacht möchte sie Frauen dazu anregen, ihre Ziele und ihre Wünsche im Hinblick auf ihr Leben und ihre Karriere ohne Scheu zu verfolgen. „Ziel ist es, am Ende des Tages nur noch zu gucken: Wer ist der Mensch eigentlich, und nicht, ob Frau oder Mann“.

In weiteren „100 Sekunden“-Kurzvorträgen zeigte sich die Vielfalt des Themas Nachhaltigkeit in Hamburg. Manuel Dingemann etwa stellte seine Firma Erster Sinn vor, die ausschließlich Videos für nachhaltige Unternehmen produziert. Der Auslöser für die Gründungsidee liegt acht Jahre zurück – „Da habe ich vom Klimawandel und dessen Konsequenzen erfahren“, so Dingemann. Jetzt vereinigt er Beruf und Berufung. Sein Konzept Videohero befähigt Workshopteilnehmer nachhaltiger Organisationen, ihre Videos selbst zu gestalten, und unterstützt auch noch vier Monate über den Workshop hinaus mit wöchentlichen Telefoncoachings.

Bedo Kayaturan hielt ebenfalls einen Kurzvortrag. „Die Bio-Brotbox versorgt Schulkinder mit Frühstück“, so der Botschafter der Initiative. Denn viel zu oft kämen Schulkinder ohne Frühstück in den Unterricht. Das Projekt Bio-Brotbox wird vom Förderverein für ökologische Entwicklung Gut Wulksfelde e.V. getragen und sorgt mit zahlreichen Unterstützern seit 2006 für Aufklärung und ein gesundes Frühstück an Hamburger Schulen.

 

Bereits zum vierten Mal wurde gestern der PSD Bank Nord-Förderpreis verliehen, dessen Preisträger aus über 15 Bewerbungen ausgewählt wurde. Der Deutsche Waldjugend Landesverband Hamburg e.V. konnte sich über 2.500 Euro Unterstützung von der Genossenschaftsbank freuen.

 
SOCIAL: #nklubHH

Als Gäste des Abends waren u.a. dabei:

Nicole Borgeest (Brot für die Welt), Dr. Thomas Brakensiek (Hamburger Volksbank), Thore Debor (Clubkombinat Hamburg e.V.), Kim Christopher Birtel (Surf Club Altona), Nicole Diekmann (Kooperation Nord), Simon Eckhardt (Alfred Töpfer Stiftung), Uwe Emmenthal (Nutzmüll e.V.), Arzu Erdogan (Rechtsanwaltskanzlei Erdogan), Robin Himmelmann (FC St. Pauli von 1910 e.V.), Bärbel Hoppe (Wohngemeinschaft Trio21), Laura Hoyer (KlimaINVEST Green Concepts GmbH), Rainer Lenthe  (Sea Shepherd Deutschland e.V.), Dr. WolfgangLührsen (BUND Hamburg), Ines Möller (Deutsche Waldjugend Landesverband Hamburg e.V.), Sonja Norgall (Der Mitternachtsbus), Marco Pietsch (PSD Bank Nord eG), Ties Rabe (Senator für Schule und Berufsbildung), Peter Rautenberg (Goldbekhaus Winterhude), Sieglinde Ritz (Johann Daniel Lawaetz-Stiftung), Dr. Axel Röpke (Bundesverband Windenergie), Hauke Rüsbüldt (Gut Wulksfelde), Helen Schepers (FahrradGarderobe), Imke Schumacher (Universal Pictures Germany GmbH), Cornelia Springer (Uni Hamburg), André Thaller (PSD Bank Nord eG), Jim Ulrici (Conplan Betriebs- und Projektberatungs GmbH), Robert Werner (HIC HAMBURG INSTITUT Consulting GmbH), Lars Wilcken (Institut für Umwelt, Coaching & Training),  Jens Witt (Wackelpeter – Ökologisches Essen für Kinder) und viele weitere…

Nachhaltige Ideen von Katharina Fegebank, Frank Otto und Sina Trinkwalder – der 34. N Klub Hamburg

Wie steht es um die Nachhaltigkeit in der Hansestadt? 120 Gäste diskutierten beim 34. N Klub in der St. Pauli Kirche mit Hamburgs Zweiter Bürgermeisterin Katharina Fegebank, Medienunternehmer Frank Otto sowie der Autorin Sina Trinkwalder.

Das Schlagwort Nachhaltigkeit scheint omnipräsent. Ihm verschreiben sich Produkte, politische Strategien, Initiativen und Vereine. Doch wo integrieren wir Nachhaltigkeit konkret in unseren Alltag? Am 05. Dezember brachte der N Klub in der St. Pauli Kirche zum 34. Mal in Hamburg 120 Akteure der Nachhaltigkeitsbewegung zusammen. Gemeinsam gingen sie der Frage nach „Was bedeutet Nachhaltigkeit und weshalb lohnt es sich, aktiv zu werden?“

Seine Motivation, sich gesellschaftlich zu engagieren, teilte Frank Otto, Medienunternehmer, in seinem Impulsvortrag: „Durch das Tauchen fühle mich dem Meer schon lange verbunden. Das Meer ist der tatsächliche Lebensraum dieses Planeten und auch dieser wird durch zu viel CO2 bedroht. Dieses versauert das Meer und greift so in die Nahrungskette ein. Das ist ein wichtiger Grund sich für eine CO2-Reduktion einzusetzen.“

Wie nachhaltig ist Hamburg wirklich? Darüber diskutierte N Klub-Initiator Lars Meier mit Hamburgs Zweiter Bürgermeisterin Katharina Fegebank. Diese betonte Erfolge der grünen Regierungsarbeit im Senat: „Wir konnten starke Akzente setzen.“ Beispielhaft nannte Fegebank das Stichwort Fahrradstadt: „Sicher reicht das noch nicht, aber die Mobilitätswende braucht einen Bewusstseinswandel und die Bereitschaft aller den Weg mitzugehen. Wir müssen Angebote machen, damit Menschen umsteigen.“ Damit hänge auch das Thema Luftreinheit und Lärm zusammen. „Wir haben den modernsten und substanziellsten Luftreinhalteplan um die Herausforderungen einer industriell geprägten Großstadt anzugehen“, so Fegebank. Arbeitsbedarf sieht sie zeitgleich bei der Energieversorgung: „Wir wollen die Wärmeversorgung umweltfreundlicher und klimafreundlicher gestalten, müssen aber die Versorgungssicherheit und Preissicherheit gewährleisten. Da müssen wir auch über Kohle reden.

Zum dritten Mal vergab der N Klub den PSD Bank Nord-Förderpreis. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wurde an die Evangelische Kita Veddel verliehen. Frank Neitzel, Vorstandssprecher der PSD Bank Nord, erklärte zur Auswahl des Gewinners: „Kinder sind die Zukunft, aber haben es in Hamburg nicht immer leicht, egal in welchem Stadtteil.“ Der Förderpreis wird die Neugestaltung des Außenbereichs der Kindertagesstätte mitfinanzieren. Dabei werden für Spielgeräte weitgehend Naturmaterialien genutzt, auch Obstbäume werden gepflanzt. Im Vorfeld der Veranstaltung wählte eine Jury den Gewinner unter 15 Bewerbern aus.

Die traditionellen 100 Sekunden-Kurzvorträge wurden bei diesem N Klub durch Sina Trinkwalder bereichert. Die Unternehmerin und Autorin („Im nächsten Leben ist zu spät“) stellte ihr neues Projekt BRICHBAG vor: „Wir machen Obdachlose mit unseren Rucksäcken in Neonfarben sichtbar. Jeder Rucksack enthält Hygieneartikel, denn  diese helfen Menschen ihr Selbstwertgefühl zu halten. Mittlerweile konnten wir knapp 1000 Obdachlose mit Rucksäcken versorgen. Jetzt sind 125 Brichbags in Hamburg angekommen und legen somit den Grundstein, Obdachlose hier sichtbarer zu machen.

In weiteren 100 Sekunden-Kurzvorträgen zeigte sich die Vielfalt des Themas Nachhaltigkeit in Hamburg.

In guter Gesellschaft, so der Name des ersten Zero Waste-Cafés der Stadt. „Wir verzichten auf Müll, in erster Linie aus Plastik. Wir kaufen unverpackt ein oder stellen es einfach selbst her“, sagten die Besitzerinnen Ina Choi-Nathan und Alana Zubritz.

Energiewende ist ein zentrales Schlagwort aktueller Politik. Eng damit verbunden ist die Forderung nach einem Kohleausstieg. Derzeit bildet sich eine breite Initiative, die ein kohlefreies Hamburg bis 2025 fordert. „Jedes Bundesland kann ein Klimaschutzgesetz für sich entwickeln und damit fangen wir jetzt in Hamburg an. Wir müssen anfangen damit Schicht im Schacht ist“, so Mirco Beisheim, Mitbegründer der Bewegung.

Aid for Artists in Exile hilft Künstlern aus aller Welt, die in Ihren Heimatländern verfolgt und an künstlerischem Schaffen gehindert werden“, sagten Schauspielerin Christiane Filla und Regisseurin Anna Schildt. Darum vergibt der in Paris gegründete und nun nach Hamburg gezogene Verein Aid A Stipendien für Künstler.

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Als Gäste des Abends waren u.a. dabei:

Kim Christopher Birtel (Surf Club Altona), Arnd Boeckhoff (Hanseatic Help), Jan Brandt (PSD Bank Nord eG, Olaf Dechow (Otto GmbH & Co. KG), Stefan Dierks (Tchibo GmbH), Laura Hoyer (KlimaINVEST Green Concepts), Martina Irmisch (Haus der Familie), Michel Kellenbenz (Fahrradgarderobe), Volker Lux (subvert Skateboarding), Prof. Dr. Peter Ostendorf (Praxis ohne Grenzen), Paul Pauksch (altonale GmbH), Umut Savac (Barclaycard), Karin Schmalriede (Johann Daniel Lawaetz-Stiftung), Tobias Schlegl, Ralf Ziegenhagen (Loki Schmidt Stiftung) und viele weitere…