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32. N Klub Hamburg – PSD Bank Nord-Förderpreis feiert Premiere

Der N Klub Hamburg ruft – und zwar am 28.06.2017. Der 32. N Klub findet für die gelandenen Gäste in der Lawaetz-Stiftung (Neumühlen 16, 22763 Hamburg) statt. Eine Hamburger Organisation, die sozial- und wirtschaftlich benachteiligten Personengruppen Zugänge zum Arbeits-, Ausbildungs- und Wohnungsmarkt ermöglicht. Getreu dem Leitsatz „Innovativ für das Gemeinwohl“ denkt und handelt die Lawaetz-Stiftung lösungsorientiert, unbürokratisch und verlässlich. Als Intermediär bringt sie Akteure zusammen und fungiert als Berater, um mit und unter den Beteiligten kreative Lösungen in herausfordernden sozialen Konstellationen zu finden und umzusetzen.

Drei Jahre nach seinem letzten Besuch wird Hamburgs Erste Bürgermeister Olaf Scholz beim kommenden N Klub Rede und Antwort stehen. Im Modul „Der N Klub fragt nach?!“ wird N Klub Initiator Lars Meier Fragen zu vielen Themen aus dem N Klub-Kosmos stellen. Wir freuen uns ein spannendes Gespräch beim 32. N Klub Hamburg.

Bitte beachten Sie: Der N Klub ist eine geschlossene Veranstaltung mit begrenzter Gästekapazität. Wenn Sie Interesse haben, an einer der zukünftigen N Klub Veranstaltungen teilzunehmen, schreibe Sie gerne eine Nachricht an:
Paul Spethmann | herrspethmann@guteleudefabrik.de

PSD Bank Nord-Förderpreis:

Beim 32. N Klub Hamburg wird erstmalig der PSD Bank Nord-Förderpreis an ein Projekt oder eine Initiative aus Hamburg verliehen. Bewerbungen mit Vorstellung des Projektes, Wirkungsbereich und aktuellen Hürden & Zielen bitte an:

Paul Spethmann | herrspethmann@guteleudefabrik.de
Die Bewerbungsfrist für den mit 2.500€ dotierten Preis endet am 21.6. um 16.00 Uhr.
Bewerben kann sich jedes Projekt/Initiative mit einem nachhaltigen & zukunftsfähigen Ansatz sowie einem Bezug zu Hamburg.

„Wir haben nicht mehr viel Zeit etwas zu verändern“ – 9. N Klub in Frankfurt

05. Mai 2017 ● Rund 100 Aktive aus Frankfurts Nachhaltigkeitsszene trafen sich beim 9. N Klub der Mainmetropole. In offenem Austausch wurde im neuen Kreativtreffpunkt in Frankfurts Osthafen, dem Pier F, die Vielfalt des Themas Nachhaltigkeit beleuchtet. Das Pier F bringt als Ort für kreativen Austausch Menschen zusammen, die sich für ein nachhaltiges Miteinander im urbanen Kontext engagieren. Damit bereichert das Pier F Frankfurts Osthafen um eine neue Bildungs- und Begegnungsstätte, erklärte Susanne Petry, die Geschäftsführerin des Projekts: „Wir siedeln kreative an und bringen Akteure zusammen, um gemeinsam für das Thema Nachhaltigkeit zu arbeiten.“ Deutlich wird dies an der Kaffeerösterei Caffe due Mani, die die Flächen zur Produktion ihrer „grünen“ Produkte nutzt.

Daran knüpfte Lars Meier (Gute Leude Fabrik), Initiator des N Klub in seiner Begrüßung an: „Wir wollen einen unverkrampften Umgang mit der Nachhaltigkeit vermitteln. Wir wollen alternative Angebote aufzeigen und davon gibt es eine Menge.“

„Wir haben nicht mehr viel Zeit etwas zu verändern, wenn wir die Welt für unsere Kinder und Enkel erlebbar machen wollen, wie wir sie heute erleben“, erklärte Gastgeber Georg Schürmann (Triodos Bank N.V. Deutschland) in seiner Impulsrede und appellierte: „Lasst uns nicht auf die Politik warten um Nachhaltigkeit zu fördern. Wir können etwas verändern.“

In den beliebten „100 Sekunden“-Kurzvorträgen stellten innovative Initiativen ihre Ideen vor, Frankfurt zu einer nachhaltigeren Stadt zu machen. „Es gibt tolle Ideen unsere Region nachhaltiger zu machen. Wir wollen Leute, die mit Leidenschaft Projekte vorantreiben, unterstützen. Wir geben ihnen Sichtbarkeit und bringen sie mit finanziellen Förderern zusammen“, beschrieb Dr. Alexandra Partale die Idee hinter „place2help Rhein-Main, einer Initiative die sich gerade neu gründet. „Wir müssen Landwirtschaft und Stadt zusammenbringen und einen offenen Austausch leben“ beschrieb Jörg Weber die Beweggründe des neu gegründeten Vereins Bürger für regionale Landwirtschaft und Ernährung e.V.. So möchte die Initiative das Bewusstsein für lokale landwirtschaftliche Produkte stärken. Feinstaubbelastung ist wohl in jeder Großstadt ein Streitthema. Wie groß ist die Belastung in Frankfurt und wie verteilt sie sich? Das möchte Paul J. Wege von machwerk herausfinden und entwickelte ein Do-it-Yourself-Messgerät, denn „es gibt ein Feinstaubproblem und drei Messstationen in ganz Frankfurt für 43 Stadtteile. Wir messen unseren Feinstaub jetzt selbst.“

Neben den Gastgebern und „100 Sekunden“-Rednern waren unter anderem folgende Gäste beim N Klub: Daniel Anthes (Shout Out Loud), Arif Arslaner (Kubi e.V.), Georg Bruch (Die Familienküche), Alec de Silva (NABU Landesverband Hessen e.V.), Ellen Enslin (Ecofair Consulting), Roland Fiedler (Reformhaus FREYA), Sybille Fuchs (Carpe Futurum), Klaus Grund (Sachenaufrädern), Nils Hafa (Greentec Capital), Michael Kaminski-Nissen (MKN), Daniela Mahr (reflecta Filmfestival), Patrick Mijnals (Bettervest GmbH), Jan Miller (Triodos Bank N.V. Deutschland), Yvonne Thiele (Startwerk A) und viele weitere…

SOCIAL: #nklubffm

 

Spontaner Beschluss: N Klub Hamburg unterstützt das Winternothilfeprogramm

Nachhaltigkeit in Zeiten des Weihnachtsgeschäfts. Auch darüber diskutierte der N Klub in seiner letzten Ausgabe 2016. Dabei zeigten die Gäste Ansätze und Ideen auf, das Thema Nachhaltigkeit aus der „Altwörtertonne“ zu holen. Beim 31. N Klub kamen Köpfe aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen und machten deutlich, dass nachhaltiges Denken vielfältig und aktuell ist.  Nachhaltigkeit und Netzwerk – das funktioniert, wie der Beschluss zeigt, sich aktiv in die Winternothilfe einzubringen.

Am Nikolaustag lud Gastgeber Sieghard Wilm für die 31. Ausgabe des mehrfach ausgezeichneten Formates N Klub in die St. Pauli Kirche ein. Gemeinsam mit N Klub-Initiator Lars Meier begrüßte er rund 140 Interessierte. In seinen Begrüßungsworten erinnerte Wilm, Pastor der St. Pauli Kirche, daran, dass Nachhaltigkeit und Religion Hand in Hand gehen können. Er freute sich, bereits das zweite Mal einen Treffpunkt für den N Klub und viele sozial engagierte Menschen bereitzustellen.

Eröffnet wurde der Abend mit dem beliebten Format „N Klub fragt nach?!“. Dabei gab Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard Einblick in die verschiedenen Arbeitsbereiche der Sozialbehörde. Auf die momentanen Herausforderungen bei der Arbeit mit Geflüchteten angesprochen meinte Leonhard: „Ging es im letzten Jahr noch um Ankommensversorgung oder ein Dach über dem Kopf, dann geht es jetzt darum, Menschen dabei zu helfen, sich in der Gesellschaft zurecht zu finden. Es geht darum, mit den Menschen auf Augenhöhe zu kommunizieren. Nicht mehr darum, zu sagen, was sie wollen sollen, sondern zu machen. Das ist schon etwas anderes.“ Ein weiteres Thema war das Winternotprogramm Hamburg für Menschen ohne Obdach. „Die Nöte sind so verschieden wie die Menschen“, erklärte Leonhard. Das Ergebnis: Lars Meier forderte die Gäste auf mit ihm gemeinsam aktiv zu werden. Spontan erklärten sich Anwesende bereit, an einem gemeinsamen Termin das Winternotprogramm zu unterstützen. Der Verein MenscHHamburg e.V. erklärte, das Programm mit 8000 Euro zu unterstützen.

Von der Beziehung von Nachhaltigkeit und der Finanzbranche berichtete Georg Schürmann, Geschäftsleiter Triodos Bank N.V. Deutschland: „Wenn ich in die Zeitung oder das Internet gucke, dann habe ich das Gefühl, „Nachhaltigkeit“, das ist ja auch eine Phrase geworden. Jeder ist ja heute nachhaltig. Es gibt da offensichtlich mittlerweile verschiedene Definitionen. So bedeutet Nachhaltigkeit für mich etwas werteorientiertes, etwas das für Werte steht, so wie meine Bank für ein werteorientiertes Bankgeschäft steht.“ Das Ergebnis müsse sein, „Wirtschaft wieder in den Dienst der Menschen zu stellen“, so Schürmann.

 

Im Rahmen der traditionellen „100 Sekunden“-Beiträge präsentierte sich Hamburgs Nachhaltigkeitsszene in ihrer ganzen Vielfalt.

Wie einfach es ist auch mit wenig Zeit soziale Projekte in Hamburg zu unterstützen erklärte Theresa Senk vom Verein tatkräftig e.V. – Hände für Hamburg: „Den Garten eines Kinderhospizes auf Vordermann bringen, pflegebedürftigen einen Ausflug ermöglichen oder einen Workshop für sozial benachteiligte Kinder veranstalten – aber wie geht man das an? Da kommen wir ins Spiel – meldet euch bei uns, wir organisieren diese Engagements für Euch!“

Waldmenschen eG heißt Hamburgs erste Waldgenossenschaft. „Unsere Genossenschaft wird in Panama drei Generationen Bäume pflanzen. Wir entnehmen die älteste Generation zum Verkauf, pflanzen aber direkt die nächste Generation nach. So erzeugen wir Gewinne mit dauerhaften Wäldern“, erklärte Arne Knöchel.

Fair Lötet e.V. verbindet das Thema Nachhaltigkeit mit unserer Elektronik. In jedem elektronischen Gerät wird Zinn verbaut. Der größte Teil davon wird umweltschädlich in Minen abgebaut. Matthias Niess zeigte die Alternative auf: „Wir haben fairen Lötzinn aus Recycling gewonnen und dabei viel gelernt. Wir bringen den Ball ins Rollen und werden mit dem europäischen Mittelstand an vielen Orten ins Gespräch kommen.“

In einer feierwütigen Stadt wie Hamburg erreicht das Thema Nachhaltigkeit auch die Clubszene. Der Clubmob Hamburg fördert dabei die grüne Clubkultur der Stadt. „Unser Energieberater deckt Verbesserungspotenziale auf. Dann mobilisieren wir den Mob – gefeiert wird unter der Voraussetzung, dass alle Einnahmen in die verbesserungsmaßnahmen des Clubs fließen“, berichtete Dominika Mazurkiewicz.

Viele weitere Fotos vom Abend gibt es hier!

Zu den Gästen des 31. N Klub zählten unter anderem: Olaf Altmann (Greenpeace Energy eG), Ulf Bodenhagen (Hamburg Leuchtfeuer), Thore Debor (Clubkombinat), Uwe Emmenthal (Nutzmüll e.V.), Arzu Erdogan (RA Erdogan), Michael Hagedorn (Konfetti im Kopf), Claudia Heinrich (Verein für alternative Versorgungskonzepte e.V.), Mareike Imbt (BIOBOB), Susanne Iost (Callis EIP), Jochen Kunz-Michel (Johann Daniel Lawaetz-Stiftung), Dr. Wolfgang Lührsen (BUND Hamburg), Klaudia Morkramer (EURIST – European Institute for Sustainable Transport), Farid Müller (Grüne Bürgerschaftsfraktion), Anike Peters (Greenpeace), Steffen Schulz (fritz-kulturgüter GmbH), Jannes Vahl (Clubkinder e.V.) und viele weitere mehr…

Heilig und Cunitz beim 8. N Klub in Frankfurt – Möglichkeiten urbaner Nachhaltigkeit

Eine offene Atmosphäre, spannender Impulsvortrag und interessierte Vertreter aus Frankfurts Nachhaltigkeitsszene – am 9. November brachte der 8. N Klub Frankfurt die Vielfalt des Themas Nachhaltigkeit in den Reha-Werkstätten Eschenheimer Tor zusammen.

10. November 2016 • Der Einladung zur bereits achten Ausgabe des N Klub Frankfurt folgten gestern Abend rund 90 Aktivisten, Interessierte und der Nachhaltigkeit Verbundene. Gastgeber Georg Schürmann (Triodos Bank N.V. Deutschland) und Initiator Lars Meier (PReventas Hamburg) begrüßten die Nachhaltigkeitsszene der Mainmetropole in den Reha-Werkstätten Eschenheimer Tor. Dort gehen tagsüber Menschen mit psychischer Behinderung mithilfe des Frankfurter Vereins einem Beruf nach und haben so an der Gesellschaft teil. „Wenn man die Bedingungen nur etwas darauf einstellt, können auch psychisch kranke Menschen gute Arbeit machen“, skizzierte Dieter Debus (Frankfurter Verein) in seinen Begrüßungsworten.

In seiner Impulsrede stimmte Olaf Cunitz, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Frankfurt, auf den Themenschwerpunkt Nachhaltigkeit in Großstädten ein. Er warf die Frage auf: „Wie kann man in einer so rasant wachsenden Stadt Wohnraum überhaupt noch entwickeln, ohne die klimatischen Belastungen weiter zu erhöhen?“ In dem neuen Format „N Klub fragt nach?!“ stellte sich Umweltdezernentin Rosemarie Heilig den Fragen von Gastgeber Lars Meier. Auch hier stand die Beziehung von städtischer Entwicklung und ökologischer Verträglichkeit im Mittelpunkt: „Ich möchte, dass zukünftig vom Grün her gedacht wird. Überall da, wo eine Grünfläche versiegelt wird, muss eine neue entstehen“, appellierte Frau Heilig.

Frankfurts Nachhaltigkeitsszene präsentierte am Abend ihre vielen Facetten. In fünf „100-Sekunden“-Kurzvorträgen zeigten lokale Initiativen und Projekte, welchen Beitrag sie für ein nachhaltigeres Frankfurt leisten. ShoutOutLoud setzt sich unter anderem für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Nahrungsmitteln ein. Daniel Anthes stellte ein neues Projekt der Initiative vor. Mit der Resteküche wird ein Foodtruck ins Leben gerufen, der gerettete Lebensmittel verarbeitet. „Eine Zucchini wird nicht mehr gegessen, weil sie zu krumm ist? In welcher Zeit leben wir?“, skizziert Anthes die Motivation dahinter. Hannah Helmke von right.based on science erklärte, wie das im August gegründete Startup Unternehmen an komplexe Wissenschaftsbasierte Emissionsziele heranführt. Dadurch sichern sich diese einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Einen offenen Treffpunkt in Form eines Tante-Emma-Ladens anbieten und darin mit Nachbarn Möglichkeiten austauschen im Alltag Ressourcen zu schonen. Dieses Konzept steckt hinter Carpe Futurum Ginnheim. Sybille Fuchs setzt sich dafür ein, lokal für den Klimawandel zu sensibilisieren. In Ginnheim möchte sie so einen Beitrag zu einer offenen und nachhaltig gelebten Nachbarschaft leisten. Dass eine digitalisierte Welt auch Chancen bietet nachhaltiges Handeln im Alltag effizienter zu machen, erörterte Carsten Fiedler. Er plädiert dafür mithilfe von Software das Gute mit dem Nützlichen zu verbinden: „Wenn sich der Nutzer gegen neue Hardware und für eine Browserlösung entscheidet, hat auch das 13 Jahre alte Auslaufmodell noch eine Chance.“  Zu guter Letzt  appellierte Jan Miller von der Triodos Bank: „Tut es und schreit es laut, macht Euch stark für tolle Bildung, und für tolle Altenpflege. Erzählt den Menschen von Nachhaltigkeitsbanken und macht mehr Öko-Gedöns!“

Neben den Gastgebern und „100 Sekunden“-Rednern waren unter anderem folgende Gäste beim N Klub: Helge Beck (ZUUM, Umweltforum Rhein-Main e.V. und CSR-Beraternetzwerk), Eva Bergauer (Stv. Leiterin Unternehmensentwicklung, IHK Frankfurt), Christian Bourgeois (Vorstand, FINE – Frankfurter Institut für nachhaltige Entwicklung), Corina Brückner (Inhaberin, Arco Iris), Esat Cibarogullari (Greenpeace Energy eG), Roland Fiedler (Geschäftsführer, Reformhaus FREYA), Tobias Frink (Marketing, Triodos Bank N.V. Deutschland), Marlene Haas (Geschäftsführerin, LabL.Frankfurt), Max Jakubowski (Geschäftsführer, Caffé Due Mani), Christian Kolb (Geschäftsführer, Wiesenlust), Patrick Mijnals (Geschäftsführender Gesellschafter, bettervest GmbH), Jana Peters (Vorstandsmitglied, Bündnis 90/ DIE GRÜNEN), Georg Schürmann (Geschäftsleiter, Triodos Bank N.V. Deutschland) und Julius Wörner (Co-President, 180Degrees Consulting e.V.) und viele weitere…

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Der 30. N Klub Hamburg – „wollen uns da weiter einmischen“

Hamburg, 14. September 2016: Nachhaltigkeit. Schon beim Lesen hört man eigentlich auf, sich für das Wort oder seine Bedeutung weiter zu interessieren. Dasselbe gilt für Netzwerk, einen ebenso langweiligen Begriff, der irgendwann einmal hip war, aber längst in die Altwörter-Tonne gehört. Beim 30. N Klub Hamburg trafen sich Köpfe aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit zukunftsweisender Denk- und Lebensweise. Es ging um neue Ansätze und Ideen für eine ökologische Zukunft in Bezug auf Natur, Tierschutz und Menschlichkeit. Nachhaltigkeit und Netzwerk – das funktioniert.

Gastgeber der 30. Ausgabe war BIOBOB – „Hamburgs Obstlieferservice für Menschen bei der Arbeit“. Gegründet vor 8 Jahren und seit der ersten Stunde im N Klub aktiv, beliefert BIOBOB die Hamburger Wirtschaft mit frischem Bio Obst. Tief in die lokale Bioszene verwurzelt, schlägt man mit seinem Konzept im Rahmen betrieblichen Gesundheitsmanagements eine Brücke zwischen Bio und dem B2B Sektor. Beliefert werden heute über 500 kleine, mittlere und große Unternehmen im Großraum Hamburg. Schon von Beginn an, wann und wo es geht mit dem Fahrrad.

Nach ein paar kurzen Begrüßungsworten durch N Klub-Initiator Lars Meier und Jonas Puschke-Rui von BIOBOB eröffnete Mathis Neuberger von der Hamburger Morgenpost den Abend mit seiner Impulsrede. „Wir wussten damals auch nicht, was uns erwartet“, gab Neuburger zu und ergänzte „Über Nachhaltigkeit schreibst Du nicht für Klicks oder Auflage – es gibt kein Glammer, kein Blut,  keiner streitet sich und trotzdem wollen wir uns da weiter einmischen“. Die Mopo ist als N Klub-Partner von Beginn an dabei.

Die folgenden, immer wechselnden „100 Sekunden“-Beiträge beim N Klub zeigen in deutlicher Weise auf, wie vielfältig und bunt die Hamburger Nachhaltigkeitszene ist.

„80 Prozent der Ressourcen müssen unter der Erde bleiben, ansonsten werden wir es nicht schaffen, die globale Erwärmung auf 2 Grad zu begrenzen“, verdeutlichte Julia Pösl von Fossil Free Hamburg. Fossil Free setzt sich weltweit gegen Investitionen mittels Kapitalanlagen in fossile Brennstoffe ein. Auch wird gefordert, dass bestehende Anlagen innerhalb der nächsten 5 Jahre abgestoßen werden müssen.

Ethnotek entwickelt hochwertige Rucksäcke und Taschen für lange Reisen und den Alltag. Jede Tasche wird mit einem handgefertigten Stoff von innen und außen verziert. „Wir unterstützen die Kunsthandwerker vor Ort, indem wir ihnen eine Mindestmenge an Stoffen langfristig abkaufen und erhalten dadurch die textile Webkultur in den Ländern, in denen tatsächlich noch gewoben oder geknüpft wird“, berichtete Gründer Jim Tichatschek

Viele Schiffe aus aller Herren Länder kommen in den Hamburger Hafen und bringen vielerlei spannende Ladung. Doch um diese Ladung zu löschen, braucht es die Hilfe und das Know-How in Hamburg! Mit dieser Metapher stellte Roland Becker  das Projekt Move:ON vor. Geflüchteten soll dabei geholfen werden ein eigenes Unternehmen zu gründen, sich selbstständig zu machen. Frei nach dem Motto der Teilnehmer: „We didn’t come to Germany to end up as refugees. We came to start up.“

Arnd Niemeyer von Die Tomatenretter lud spontan alle Gäste für das Wochenende zu sich auf den Hof ein: „Wir sind dabei, das komplette Saatgut als Kulturleistung der Menschheit zu verlieren, wenn wir jetzt nicht gemeinsam aktiv werden.“ Einen für alle frei zugänglichen Saatgutschatz aufbauen. Gutes Gemüse für alle, von den Höfen der Umgebung – das ist die Intention. Die Sortenvielfalt anderer Kulturpflanzen dabei zu erhalten und Land für nachhaltigen, unabhängigen Anbau freizukaufen, sind ebenfalls Ziele dieser Initiative.

In der zweiten Ausgabe des Formates „N Klub fragt nach?!“ stellte sich Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, Dr. Andreas Dressel einigen Fragen des N Klubs. Auf die Frage, wie die Flüchtlings-Situation Hamburg im vergangenen Jahr entwickelt habe, schilderte der 41-Jährige, wie ihn die damalige spontane Anteilnahme und Bildung vieler ehrenamtlicher Initiativen wie Kleiderkammer und vieler Sportvereine beeindruckt hat. Aber auch, wie vorsichtig man in dieser Frage sein muss, damit das Thema in Hamburg, einer Stadt, in der verhältnismäßig viele Geflüchtete angekommen sind, sein muss. „Man darf auch nicht vergessen, dass wir nach wie vor ca. 8000 Menschen in Erstunterkünften haben, die nach unseren Gesetzten einen Anspruch auf die Unterbringung in Folgeunterkünften haben. Das Problem ist nicht weg.“, gab Dressel zu bedenken.

Der nächste N Klub Hamburg findet im Dezember, der nächste N Klub Frankfurt im November statt.

Zu den Gästen des 30. N Klub zählten unter anderem: Dr. Andreas Dressel (SPD Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft), Ralf Behrens (Behörde für Umwelt und Energie) Nina Hedricks & Christian Kuper (Vincent Vegan), Britta Rolle (CASA VERDE Immobilien), Dr. Onno Groß (DEEPWAVE e.V.), Petra Simoneit (GOODplaye), Marie Rienecker (Kinderhospiz Familienhafen e.V.), Wolfgang Schröder (netzweber GmbH), Susanne Günsch (Remida – das kreative Recycling Centro), Gottfried Eich (Stadtteilschule Wilhelmsburg), Frederik Vath (Umweltaktivist), Sabine Siehl (wellYunit), Kim Christopher (Surf Club Altona)

 

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