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Der 30. N Klub Hamburg – „wollen uns da weiter einmischen“

Hamburg, 14. September 2016: Nachhaltigkeit. Schon beim Lesen hört man eigentlich auf, sich für das Wort oder seine Bedeutung weiter zu interessieren. Dasselbe gilt für Netzwerk, einen ebenso langweiligen Begriff, der irgendwann einmal hip war, aber längst in die Altwörter-Tonne gehört. Beim 30. N Klub Hamburg trafen sich Köpfe aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit zukunftsweisender Denk- und Lebensweise. Es ging um neue Ansätze und Ideen für eine ökologische Zukunft in Bezug auf Natur, Tierschutz und Menschlichkeit. Nachhaltigkeit und Netzwerk – das funktioniert.

Gastgeber der 30. Ausgabe war BIOBOB – „Hamburgs Obstlieferservice für Menschen bei der Arbeit“. Gegründet vor 8 Jahren und seit der ersten Stunde im N Klub aktiv, beliefert BIOBOB die Hamburger Wirtschaft mit frischem Bio Obst. Tief in die lokale Bioszene verwurzelt, schlägt man mit seinem Konzept im Rahmen betrieblichen Gesundheitsmanagements eine Brücke zwischen Bio und dem B2B Sektor. Beliefert werden heute über 500 kleine, mittlere und große Unternehmen im Großraum Hamburg. Schon von Beginn an, wann und wo es geht mit dem Fahrrad.

Nach ein paar kurzen Begrüßungsworten durch N Klub-Initiator Lars Meier und Jonas Puschke-Rui von BIOBOB eröffnete Mathis Neuberger von der Hamburger Morgenpost den Abend mit seiner Impulsrede. „Wir wussten damals auch nicht, was uns erwartet“, gab Neuburger zu und ergänzte „Über Nachhaltigkeit schreibst Du nicht für Klicks oder Auflage – es gibt kein Glammer, kein Blut,  keiner streitet sich und trotzdem wollen wir uns da weiter einmischen“. Die Mopo ist als N Klub-Partner von Beginn an dabei.

Die folgenden, immer wechselnden „100 Sekunden“-Beiträge beim N Klub zeigen in deutlicher Weise auf, wie vielfältig und bunt die Hamburger Nachhaltigkeitszene ist.

„80 Prozent der Ressourcen müssen unter der Erde bleiben, ansonsten werden wir es nicht schaffen, die globale Erwärmung auf 2 Grad zu begrenzen“, verdeutlichte Julia Pösl von Fossil Free Hamburg. Fossil Free setzt sich weltweit gegen Investitionen mittels Kapitalanlagen in fossile Brennstoffe ein. Auch wird gefordert, dass bestehende Anlagen innerhalb der nächsten 5 Jahre abgestoßen werden müssen.

Ethnotek entwickelt hochwertige Rucksäcke und Taschen für lange Reisen und den Alltag. Jede Tasche wird mit einem handgefertigten Stoff von innen und außen verziert. „Wir unterstützen die Kunsthandwerker vor Ort, indem wir ihnen eine Mindestmenge an Stoffen langfristig abkaufen und erhalten dadurch die textile Webkultur in den Ländern, in denen tatsächlich noch gewoben oder geknüpft wird“, berichtete Gründer Jim Tichatschek

Viele Schiffe aus aller Herren Länder kommen in den Hamburger Hafen und bringen vielerlei spannende Ladung. Doch um diese Ladung zu löschen, braucht es die Hilfe und das Know-How in Hamburg! Mit dieser Metapher stellte Roland Becker  das Projekt Move:ON vor. Geflüchteten soll dabei geholfen werden ein eigenes Unternehmen zu gründen, sich selbstständig zu machen. Frei nach dem Motto der Teilnehmer: „We didn’t come to Germany to end up as refugees. We came to start up.“

Arnd Niemeyer von Die Tomatenretter lud spontan alle Gäste für das Wochenende zu sich auf den Hof ein: „Wir sind dabei, das komplette Saatgut als Kulturleistung der Menschheit zu verlieren, wenn wir jetzt nicht gemeinsam aktiv werden.“ Einen für alle frei zugänglichen Saatgutschatz aufbauen. Gutes Gemüse für alle, von den Höfen der Umgebung – das ist die Intention. Die Sortenvielfalt anderer Kulturpflanzen dabei zu erhalten und Land für nachhaltigen, unabhängigen Anbau freizukaufen, sind ebenfalls Ziele dieser Initiative.

In der zweiten Ausgabe des Formates „N Klub fragt nach?!“ stellte sich Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, Dr. Andreas Dressel einigen Fragen des N Klubs. Auf die Frage, wie die Flüchtlings-Situation Hamburg im vergangenen Jahr entwickelt habe, schilderte der 41-Jährige, wie ihn die damalige spontane Anteilnahme und Bildung vieler ehrenamtlicher Initiativen wie Kleiderkammer und vieler Sportvereine beeindruckt hat. Aber auch, wie vorsichtig man in dieser Frage sein muss, damit das Thema in Hamburg, einer Stadt, in der verhältnismäßig viele Geflüchtete angekommen sind, sein muss. „Man darf auch nicht vergessen, dass wir nach wie vor ca. 8000 Menschen in Erstunterkünften haben, die nach unseren Gesetzten einen Anspruch auf die Unterbringung in Folgeunterkünften haben. Das Problem ist nicht weg.“, gab Dressel zu bedenken.

Der nächste N Klub Hamburg findet im Dezember, der nächste N Klub Frankfurt im November statt.

Zu den Gästen des 30. N Klub zählten unter anderem: Dr. Andreas Dressel (SPD Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft), Ralf Behrens (Behörde für Umwelt und Energie) Nina Hedricks & Christian Kuper (Vincent Vegan), Britta Rolle (CASA VERDE Immobilien), Dr. Onno Groß (DEEPWAVE e.V.), Petra Simoneit (GOODplaye), Marie Rienecker (Kinderhospiz Familienhafen e.V.), Wolfgang Schröder (netzweber GmbH), Susanne Günsch (Remida – das kreative Recycling Centro), Gottfried Eich (Stadtteilschule Wilhelmsburg), Frederik Vath (Umweltaktivist), Sabine Siehl (wellYunit), Kim Christopher (Surf Club Altona)

 

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29. N Klub Hamburg – Trinkwalder, Kerstan und viele andere trafen sich im „Haus der Familie“

Hamburg, 30. Juni 2016: Der N Klub, das mehrfach ausgezeichnete Netzwerkformat zum Thema Nachhaltigkeit, kam gestern Abend zum zweiten Mal in diesem Jahr zusammen. Die bunte Gästeliste verbindet Hamburger Köpfe aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit zukunftsweisender Denk- und Lebensweise. Der N Klub fördert neue Ansätze und Ideen für eine ökologische Zukunft in Bezug auf Natur, Tierschutz und Menschlichkeit.

Nach ein paar kurzen Begrüßungsworten durch N Klub-Initiator Lars Meier und Martina Irmisch vom „Haus der Familie“ eröffnete Unternehmerin Sina Trinkwalder den Abend mit einer starken Impulsrede. Die Gründerin der Textilmanufaktur „manomama“, die am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen beschäftigt, sieht Unternehmer generell in der Pflicht. „Arbeit ist Teilhabe an der Gesellschaft, also ist es meine Pflicht als Unternehmerin, allen Leuten Arbeit zu verschaffen. Eine talentfreie Zone gibt es nicht – man muss schauen, was wer kann. Wenn ihr etwas tut, das euch Spaß macht, ist der Erfolg gar nicht zu verhindern“, warb die 38-Jährige vor einem begeisterten Publikum.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellte sich Umweltsenator Jens Kerstan einigen Fragen des N Klubs. So ließ der Senator auf die Frage nach der Elektromobiliät in  Hamburg wissen: „ Wir wollen die E-Mobilität ausbauen, die E-Flotte verdoppeln. In der Metropolregion Hamburg gibt es bis heute 2.000 E-Mobile, das ist also noch ein großer Weg.“ Auf die Frage nach Projekten, die Kerstan nach Wunsch bis zum Ende der Legislaturperiode gern umgesetzt hätte, sagte der Politiker unter anderem: „Ich würde die 2 Millionen Euro, die wir im Rahmen des Programms „Mein Baum – meine Stadt“ bereitgestellt haben gern bis dahin ausgeben und mich bereits mit einem Nachfolgeprojekt beschäftigen.

Die immer wechselnden „100 Sekunden“-Beiträge beim N Klub zeigen in deutlicher Weise auf, wie vielfältig und bunt die Hamburger Nachhaltigkeitszene ist.

Kay Dohnke hielt den Gästen gleich zu Beginn einen Spiegel vor: „Ihr beschäftigt Euch alle mit tollen, nachhaltigen Dingen, aber ihr seid alle Teil des Klimawandels, also tut etwas dagegen“, sagte der Gründer der Initiative 100ProKlima. Dohnke möchte  aufzeigen, dass unser wichtigstes Ziel die Klimaneutralität sein sollte. Schon mit niedrigen Investitionen und kleinen Veränderungen ist es möglich das eigene Leben und die eigenen Firma zuerst Ressourceneffizient und anschließend Klimaneutral zu machen.

Ben Brich von der Hamburger Non Profit Logistik-Organisation HLO-Humanilog bietet mit seinem Team Know-How im Bereich der Logistik an. Unter dem Motto „Helfern helfen“ organisiert Humanilog den Transport von Hilfsgütern in Krisengebiete.  „Wir unterstützen unter anderem soziale Logistikunternehmen bei ihrer Arbeit. Diese haben am Markt gegenüber konventionellen immer eine schlechtere Verhandlungsposition“, beschrieb er die aktuelle Situation rund um sich und sein Team.

Die Stiftung Aurelia versucht mit dem Ansiedeln von Bienenvölkern bei Landwirten für ein Umdenken zu sorgen. Claudia Marxen erklärte den Gästen, dass die Bienen, vor allem auf dem Land stark durch die Landwirtschaft bedroht sind: „Hamburger Honig ist sauber, aber schon an den Stadtgrenzen stoßen wir auf eine Gifte ausbringende Landwirtschaft.  Wir von der „Aurelia Stiftung“ kümmern uns um gesunde Bienen in einer gesunden Landwirtschaft“, informierte Marxen.

Im vierten und letzten „100 Sekunden“ Beitrag des 29. N Klubs sprach Constanze Klotz vom sozialen Designlabel „Bridge&Tunnel“ über die Ziele und Hürden des Projektes. „ Unser Ziel ist es, Menschen, die aus verschiedensten Gründen am Arbeitsmarkt nicht unterkommen, Brücken zu bauen. Wer arbeitet, lernt Menschen kennen und fühlt sich gebraucht.“

Alle „100 Sekunden“-Redner eint das gesellschaftliche und soziale Engagement für eine nachhaltige Lebens- und Denkweise ebenso das Haus der Familie. Von Frühe Hilfen über Familienförderung, schulische Unterstützung bis zum Übergang in selbstständige Lebensführung und Beruf stehen Kindern, Jugendlichen und Familien vielfältige  Angebote zur Verfügung: Offene Treffpunkte, soziale Gruppenarbeit, erzieherische Beratung/Sozialberatung, Sport, Arbeitsgelegenheiten und internationale Jugendbegegnungen. Und immer ein offenes Ohr: an sieben Tagen in der Woche ist das Haus geöffnet, es steht Stadtteilgruppen am Wochenende zur Verfügung und wird für private Feiern sowie jugendkulturelle Veranstaltungen genutzt.

Der nächste N Klub Hamburg findet im September, der nächste N Klub Frankfurt im November statt.

Zu den Gästen des 29. N Klub zählten unter anderem:

Mirco Beisheim (KulturEnergieBunker), Nicole Borgeest (Brot für die Welt), Anne Carls (Via Stella), Thore Debor (Clubkombinat), Christiane Dopp (Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein), Arzu Erdogan (Rechtsanwaltskanzlei Erdogan), Patrick Gleich (Gebrüder Gleich), Sven Grönwoldt (5fN – FÜNF FÜR NACHHALTIGKEIT), Dr. Dieter Großmann (Ökopol GmbH), Sylvia Hansen (Diakonie und Bildung), Ulrich Hermannes (Herz As Hamburg GmbH), Dirk Kronenberg (Hauni Maschinenbau AG),  Rüdiger Kruse (Wald e.V. Landesverband Hamburg), Christian Langrock (Das Geld hängt an den Bäumen), Elisabeth Michels (B.A.U.M. e.V.), Nikolas Migut (Strassenblues), Claudia Morkramer (EURIST), Anika Nehring (JOBLINGE gAG), Prof. Dr. Peter Ostendorf (Praxis ohne Grenzen), Paul Pauksch (altonale GmbH), Christian Prüß (FC St. Pauli – Kiezhelden), Hauke Rusbüldt (Gut Wulksfelde GmbH), Gudrun Stefaniak (passage gGmbH), Petra Steinert, (Umwelthaus am Schüberg), Mirko Wiegert (Fritz Kola – anjola) und Sieghard Wilm (St. Pauli Kirche) uvm.
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28. N Klub Hamburg – Das Thema Nachhaltigkeit ist kunterbunt

Hamburg, 2. März 2016: Der N Klub, das ausgezeichnete Netzwerkformat zum Thema Nachhaltigkeit, verbindet Hamburger Köpfe aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit zukunftsweisender Denk- und Lebensweise. Es fördert neue Ansätze und Ideen für eine ökologische Zukunft in Bezug auf Natur, Tierschutz und Menschlichkeit.

Der Satz von Gastgeber Benjamin Adrion (Geschäftsführer Viva con Agua Wasser GmbH) „Wenn ich einen Beamer hätte…“ brachte die etwa 120 Gäste des gestrigen N Klub in den Elbe Werkstätten am Friesenweg zum Schmunzeln. Seine leidenschaftlichen Ausführungen über das inspirierende Trainingslager auf Kuba vor mehr als zehn Jahren, das man als Initialzündung für sein Wasserprojekt werten darf, brauchten nämlich keine Bilder. Mit „Wasser für alle ist keine Utopie“, forderte der Träger des Bundesverdienstkreuzes seine Zuhörer zu persönlichem Engagement auf. Inzwischen entstehen unter seiner Regie ständig neue Projekte. Mit dem von Viva con Agua geförderten und bewusst nicht Toilettenpapier genannten „Klopapier Goldeimer“, das in der vergangenen Woche auf den Markt kam, fließt weitere Unterstützung in die Trinkwasserhilfe.

Durch die „100 Sekunden“-Beiträge beim N Klub wird deutlich, welche vielfältigen Möglichkeiten sich für eine nachhaltige Lebensweise bieten.

Jörn Hartje etwa benutzt Seegras als Naturdämmstoff. Das vermeintliche Abfallprodukt verfügt über sehr gute Schallschutzwerte und eine kaum zu übertreffende Ökobilanz. Jedes Jahr werden mehrere tausend Tonnen Seegras an die Strände der Ostseeküste angeschwemmt und verursachen hohe Entsorgungskosten für Gemeinden und Städte. Getrocknet kann das Seegras jedoch als ausgezeichneter Dämmstoff für Häuser und Dächer genutzt werden. Als natürlicher und klimaneutraler Rohstoff fallen wenig Kosten und Schadstoffe bei der Produktion an. Daher ist das Naturprodukt eine tolle Alternative zu konventioneller Dämmung aus Styropor und Glas- oder Steinwolle. Mit seegrashandel.de holt er eine jahrhundertealte Tradition aus der Vergessenheit hervor.

Haris Sefo vom Hamburger Startup Breeze entwickelt neben seiner Lösung zur Überwachung und Verbesserung der Luftqualität am Arbeitsplatz auch ein System zum Einsatz in der urbanen Landschaft. „Luftqualität wird oft ohne realistisches Bild gemessen und Auswertungen sind nicht zugänglich, obwohl die EU jedem Bürger das Recht auf saubere Luft einräumt“, bemerkt Sefo. Hinter Breeze steht ein komplexes Expertensystem, das mit einem eigens entwickelten Luftmessgerät Städten und Büros die Möglichkeit gibt, die Luftqualität langfristig zu verbessern.

Das Land der Tiere, ein veganer Lebenshof auf 133.000 Quadratmetern Fläche in Mecklenburg, bietet die Möglichkeit Tiere zu pflegen, die Bianca Ulken mit ihrem Team Tiere aus schlechter Haltung befreit hat. Auf dem Tierschutzhof gibt es neben Ställen und großen Grünflächen auch Seminarräume, um den Umgang von Menschen mit ihnen zu schulen. Das Land der Tiere will seinen Teil dazu beitragen, den Tierschutz zu überdenken, willkürliche Grenzen zwischen verschiedenen Spezies abzubauen, das Recht auf Unversehrtheit Aller anzuerkennen und den Tierrechtsgedanken zu verbreiten.

Das Projekt Hilldegarden widmet sich der Begrünung des Bunkers an der Feldstraße. Tobias Boeing sucht für das bislang einzigartige Pilotprojekt für eine Naturlandschaft über den Dächern der Stadt noch Kooperationspartner. Es soll auch Raum zum aktiven und offenen Experimentieren mit alternativen Formen von Stadtgrün, Energiegewinnung, urbaner Lebensmittelproduktion und vielem mehr sein. Mehr als 40 Aktive planen in verschiedenen Arbeitsgruppen gemeinschaftlich nutzbare Innen- und Außenflächen.

Alle „100 Sekunden“-Redner eint das gesellschaftliche und soziale Engagement für eine nachhaltige Lebens- und Denkweise ebenso wie die Elbe Werkstätten. An mehr als 50 Standorten im gesamten Hamburger Raum bietet die Elbe-Werkstätten GmbH Menschen mit Behinderung Leistungen zu beruflicher Bildung und Arbeit, individuelle Unterstützung und pflegerische Hilfe in eigenen Werkstätten und Betrieben, die Menschen mit Behinderung integrieren möchten. Mit derzeit rund 3.200 behinderten Beschäftigten sind die Elbe-Werkstätten die größte derartige Institution im gesamten Bundesgebiet.

Zu den Gästen des 28. N Klub zählten unter anderem:

Benjamin Adrion (Geschäftsführer; Viva con Agua Wasser GmbH), Jan Kristof Arndt (Geschäftsführer, trend innovation), Robert Beddies (Geschäftsführer, betahaus), Reena Eddiks (Hanns R. Neumann Stiftung), Uta Gardemann (Greenpeace Energy eG), Carolin Hoyer (Sustainable Business Manager, Unilever Deutschland), Mareike Imbt (Inhaber BIOBOB), Kay Ingwersen (Förderverein Pik As e.V.), Vanessa Mühle (Joh. Wilh. Von Eicken GmbH), Marie Rienecker (Kinderhospiz Familienhafen e.V.), Jan Sadowsky (Geschäftsführer, Klimapatenschaft),  Anton Senner (Elbe Werkstätten GmbH), Johannes Tomczak (Viva con Aqua de St. Pauli), Frank Wieding (stellv. Chefredakteur Hamburger Morgenpost), Jens Wrage (Vorstand, Hamburger Tafel)

27. N Klub Hamburg: Der Einsatz für Nachhaltigkeit erfordert Mut

Beim N Klub in der St. Pauli Kirche kamen 100 Gäste zusammen, die das Thema Nachhaltigkeit voranbringen wollen.

Hamburg, 10. Dezember 2015 – „Sind wir alle noch zu retten?“ war eine der Fragen, die Gastgeber Tobias Schlegl (Moderator und Autor) an die rund 100 Gäste des N Klub richtete, die sich am gestrigen Abend in der St. Pauli Kirche versammelten. Schlegl stellte damit eine Verbindung zur Klimakonferenz in Paris her, deren Ausgang derzeit noch ungewiss sei. Er ist der Ansicht, dass die Zivilgesellschaft bei der Beantwortung der Klimafrage gerne eine größere Rolle spielen würde. Jedoch wurde der Protest derer, die ein entschlossenes Vorgehen in Sachen Klimaschutz fordern, aus Sicherheitsgründen untersagt und das sende genau die falschen Signale, so Schlegl. Diejenigen, die trotz des Verbotes den Mut aufbrachten für eine nachhaltige Klimapolitik zu demonstrieren, seien auf dem Place de la République mit Tränengas gestoppt worden – ausgerechnet an dem Ort, der für Freiheit stehe.

Die vier „100 Sekunden“-Beiträge beim N Klub machten deutlich, dass es insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen ökologischen und sozialen Herausforderungen viele Möglichkeiten gibt, selbst aktiv zu werden und seinen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten.

Jan Michler präsentierte den Gästen eine Möglichkeit, abseits von Onlineriesen wie eBay und Amazon – gerade in der Vorweihnachtszeit – Geschenke für die Liebsten zu finden. „Fairmondo“ heißt die Genossenschaft 2.0, hinter der laut Michler folgender Gedanke steckt: „Die Art und Weise, wie Großkonzerne funktionieren, ist aufgrund von Aspekten wie Gewinnmaximierung zu Lasten anderer oder Steuervermeidung nicht im Sinne der Fairness, Nachhaltigkeit und Gemeinwohlorientierung.“ Fairmondo zeichne sich dagegen durch faire Werte und Prinzipien und durch die Möglichkeit der Mitbestimmung der 2.000 Mitglieder aus. Die Plattform funktioniert wie ein großer Online-Marktplatz.

Claudia Unruh von Eben im Leben e.V. stellte das Projekt „Was ist bloß mit Opa los?“ vor. Sie gibt Workshops in Kindergärten und Kindertagesstätten, um Kinder im Umgang mit Demenzkranken zu schulen. Viele Eltern kämen zu ihr und seien der Meinung: „Nein, mein Kind soll nichts über Tod und Krankheit erfahren“. „Euer Kind verpasst etwas“, entgegnet Unruh dann. Sie führt Kinder behutsam an das Thema Demenz heran und besucht mit ihnen alte Menschen in einer Pflegeeinrichtung, wo immer wieder berührende Momente stattfänden. Das Ziel des Projektes sei es, Verständnis auf- und Berührungsängste abzubauen.

Peer Lütjens von „Hydrophil“ erklärte, was unter virtuellem oder verstecktem Wasser zu verstehen ist. „In Deutschland klopfen wir uns gerne auf die Schulter, weil wir nur 120 Liter Wasser pro Tag verbrauchen“, leitete er ein. Tatsächlich käme der Verbrauch eher an 3.900 Liter heran, wenn man das virtuelle Wasser einberechne. Für ein T-Shirt aus Baumwolle würden beispielsweise allein für die Bewässerung der Pflanzen 2.500 Liter benötigt. Lütjens möchte das Bewusstsein für den tatsächlichen Wasserverbrauch stärken und mahnt, dass zwar lokal Wasser gespart, global aber viel mehr verbraucht werde.

Elke Jacob präsentierte das Projekt „#Anfassen“, welches sie zusammen mit Axel Heimken ins Leben gerufen hat, um das Miteinander von Flüchtlingen und Einheimischen zu fördern. Über eine Plattform, die in Kürze online gehen wird, können Flüchtlinge Wünsche äußern, die ihnen dann von anderen Menschen erfüllt werden. Der persönliche Kontakt zwischen dem Wünschendem und dem Wunscherfüller soll für neue soziale Kontakte und eine gelebte Integration sorgen. „Es gibt so viele Flüchtlinge, an die keiner mehr denkt. Kern dieser Kampagne ist, dass man den Kontakt zu den Menschen herstellt, die zum Teil sehr abgeschottet leben.“ Jacob selbst wünscht sich, dass von zehn Schenkenden einer übrig bleibt, der sagt: „Der Mensch interessiert mich so sehr, da helfe ich weiterhin.“

All diese „100 Sekunden“-Redner eint das gesellschaftliche und soziale Engagement für eine nachhaltige Lebens- und Denkweise. Auch die St. Pauli Kirche ist in diesem Bereich aktiv und spätestens seit ihrem großen Engagement für die Lampedusa-Flüchtlinge auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Die Gemeinde sieht es als ihre Aufgabe, Freud und Leid mit den Menschen in den bunten Hamburger Stadtteilen zu teilen. Die sozialen Einrichtungen tragen Verantwortung für Kinder, Jugendliche und Senioren, für Pflege- und Hilfsbedürftige. Neben Gottesdiensten finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen in der Kirche statt.

Das Autohaus Schlegel vergibt beim N Klub einen Citroën C-Zero für einen Monat zur kostenfreien Nutzung an ein soziales Projekt. In den nächsten Wochen dürfen Anja Meyfarth und Anika Nehring von „Joblinge“ das E-Auto für ihr Projekt nutzen. Bei Joblinge engagieren sich Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft gemeinsam, um sozial benachteiligte junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren zu fördern. Jugendliche erhalten die Chance, sich abseits von Schulnoten und klassischen Bewerbungsgesprächen in der Praxis zu beweisen und sich aus eigener Kraft einen Ausbildungsplatz zu erarbeiten. In einem intensiven Programm erlernen sie dafür wichtige berufliche und soziale Kompetenzen.

Zu den Gästen des 27. N Klub zählten unter anderem:

Olaf Altmann (Leiter Vertrieb und Marketing, Greenpeace Energy eG), Yvonne Aßmann (Stv. Conviviumsleiterin, Slow Food Hamburg), Malte Bombien (Vorstand, Regionalwert AG Hamburg), Timo Büdenbender (Botschafter, Genossenschaft 2.0), Thore Debor (Geschäftsführer, Clubkombinat Hamburg e.V.), Stefan Dierks (Category Leader CR Product + Strategy Corporate Responsibility, Tchibo GmbH), Bianca Gellert (Pressereferentin, Hamburg Messe und Congress GmbH), Maximilian Heinrich (European Institute for Sustainable Transport), Britta König (Pressesprecherin, WWF), Christoph Laudon (Geschäftsführer, Hydrophil), Anja Meyfarth (Standortleiterin und Prokuristin, Joblinge gAG Hanse), Darjusch Nadjmi (Kitz4Kids e.V.), Frank Neitzel (Presse- und Vorstandssprecher, PSD Bank Nord eG), Julia Oertel (Geschäftsführung, Betahaus), Dr. Gesine Ohrt (Nachhaltige Stadtentwicklung), Josef Reppenhorst (Leiter Öffentlichkeitsarbeit, Hamburg Leuchtfeuer), Johannes Tomczak (Viva con Agua de St. Pauli e.V.)

26. N Klub Hamburg – Positive Wege aufzeigen statt mahnend den Zeigefinder zu heben

 

Hamburg, 10. September 2015 – „Wie können wir die Flüchtlingssituation nachhaltig gestalten?“, fragte Michael Fritz die rund 110 Gäste beim N Klub, der gestern Abend in der Hochschule Fresenius stattfand. Als Veranstaltungsgastgeber und Gründungmitglied von Viva con Agua de Sankt Pauli e. V. denke er sozial und nachhaltig, doch bei dieser Frage hätte auch er keine Antwort, gestand er – und lud damit die anwesenden Aktivisten, Interessierten und Unternehmensvertreter zu einem offenen Dialog über Zukunftsfähigkeit ein.

 

Vor dem Hintergrund der aktuellen sozialen Herausforderungen erklärte Initiator Lars Meier, dass nicht auf die Untätigen geschimpft, sondern Möglichkeiten aufgezeigt werden sollten. Es gäbe viele nachhaltige und soziale Projekte in der Hansestadt, die mit ihrer Strahlkraft Wege aufzeigten. Einblicke gaben auch die vier „100 Sekunden“-Beiträge beim N Klub:

Regisseur und Videojournalist Nikolas Migut (NDR) möchte zusammen mit seinem Team von „strassenblues.de“ Obdachlosen eine Stimme geben und ihre Talente fördern, so beispielweise Singen und Gedichteschreiben. Indem die Obdachlosen für ihre Arbeit mit Spenden entlohnt werden, wird ihnen eine Wertschätzung zuteil, die sie in der Gesellschaft verloren haben.

„Freude ist nachhaltig“, erklärte Micaela Sauber und fasste damit das Ziel des Projektes „Erzähler ohne Grenzen“ zusammen. Das weltweite Netzwerk aus professionellen Erzählern spendet sterbenden, trauernden und Not leidenden Menschen in Krisen- und Kriegsgebieten Trost mit Märchen und Geschichten.

Die Chancen der Nachhaltigkeit zu erkennen, dabei unterstützt die Klimapatenschaft GmbH Unternehmen und entwickelt wirkungsvolle Konzepte für aktives ökologisches Engagement. Mit der beispielhaften Aktion „Hamburg pflanzt Trinkwasser“ will Gründer Jan Sadowsky am 7. November 2015 „Nachhaltigkeit erlebbar machen“ und aufzeigen, wie Unternehmen ihr verbrauchtes Wasser kompensieren können. Das erklärte Ziel ist die Pflanzung von 20.000 Bäumen, die rund vier Millionen Liter Trinkwasser produzieren.

Eindrucksvolle Zahlen bot auch Sonja Meyer in ihrem „100 Sekunden“-Vortrag über die „Vegane Bewegung“: 15.000 Liter Wasser und 16 Kilo Weizen würden für die Herstellung von einem Kilo Rindfleisch benötigt; rund ein Drittel aller landwirtschaftlich genutzten Flächen weltweit dienten dem Futtermittelanbau. „Wir sind erstaunt, dass die vegane Ernährung nicht selbstverständlich ist für alle, die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen“, sagte sie.

 

All diese „100 Sekunden“-Redner eint das gesellschaftliche und soziale Engagement für eine nachhaltige Lebens- und Denkweise. Die Hochschule Fresenius steht mit ihrem Studiengang „Sustainable Marketing & Leadership“ dahingehend für die fachliche Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit. „Wir produzieren nachhaltigen Nachwuchs“, erklärte Hausherr Marco Klübenspies, Programmleiter des Studiengangs. Auch auf dokumentarische Weise möchte der N Klub zum Nachdenken anregen: Der Fotojournalist Miguel Ferraz präsentierte seine Bilder-Reihe „Abend-Land“, die sieben Hamburger Flüchtlingsunterkünfte in der brutalen Ehrlichkeit des nächtlichen Flutscheinwerferlichts zeigt – und die N Klub-Gäste darauf hinwies, wo soziales Engagement benötigt wird.

 

Ein kleines Jubiläum feierte die Aktion „N Klub macht mobil!“. Bereits zum zehnten Mal förderte der N Klub in Kooperation mit dem Autohaus Schlegel CO2-neutrale Mobilität und vergab einen Citroën C-Zero für einen Monat zur kostenfreien Nutzung an ein soziales Projekt. In den nächsten Wochen kann Marco Scheffler das E-Auto für sein Tauschhaus in Hamburg-Lurup, dem größten in Deutschland, nutzen. Getreu dem Motto „Gib was du hast und nimm was du brauchst“ können dort ohne Aufsicht und auf Basis guter Nachbarschaft Gegenstände des täglichen Bedarfs abgegeben und andere mitgenommen werden.

 

Zu den Gästen des 26. N Klub zählten unter anderem (in alphabetischer Reihenfolge): Deschna Afram (JYOTI – Fair Works), Kerstin Albers-Joram (Referentin des KDA, Evangelische Lutherische Kirche in Norddeutschland), Dr. Marina Beermann (Systain Consulting GmbH), Dagmar Engels (Mehrgenerationenhaus Nachbarschatz e.V.), Miguel Ferraz (Fotograf und Journalist), Martina Glauche (Ökomarkt – Verbraucher und Agrarberatung e.V.), Konrad Griep (Geschäftsführer, Konrad Fiets GmbH), Mareike Imbt (Inhaberin, BIOBOB), Christoph Laudon (Geschäftsführer, HYDROPHIL), Rainer Lenthe (Coordinator Web & Social Media, Sea Shepherd Deutschland e.V.), Astrid Lorenzen (Fablab – Fabulous St. Pauli e.V.), Anja Meyfarth (Standortleiterin/Prokuristin, JOBLINGE gAG Hanse), Klaudia Morkramer (Project Coordinator, EURIST – European Institut for Sustainable Transport), Andrea Nagel (Geschäftsführerin, Tofumanufaktur Christian Nagel GmbH), Tim Petermann (Vorstand, MenscHHamburg e.V.), Ingo Pohlmann (Musiker), Jonas Puschke-Rui (Inhaber, BIOBOB), Hanna Maria-Schlage (Wohngemeinschaft Trio21), Dr. Claudia T. Schmitt (Geschäftsführerin, Kompetenzzentrum Nachhaltige Universität), Frank Schweikert (Geschäftsführender Gesellschafter, ALDEBARAN Marine Research & Broadcast), Katja Tauchnitz (Projektkoordinatorin, Fair Trade Stadt Hamburg) und Doris Volk (Geschäftsführerin, Viva con Agua de Sankt Pauli e.V.).

25. N Klub Hamburg – „Die Idee der Nachhaltigkeit immer wieder neu denken“

Hamburg, 30. Juni 2015 – Der N Klub Hamburg zeigte gestern erneut, wie bunt und abwechslungsreich Hamburgs Nachhaltigkeitsszene ist. Initiator Lars Meier, Gastgeber Tobias Schlegl (ZDF aspekte-Moderator) und Hausherrin Peggy Steinhauser (Hamburg Leuchtfeuer) begrüßten rund 120 Aktivisten, Interessierte und Unternehmensvertreter im Lotsenhaus von Hamburg Leuchtfeuer. Das Grußwort von Prof. Dr. Günther Bachmann (Generalsekretär Rat für Nachhaltige Entwicklung), der extra aus Berlin anreiste, rief die Gäste gleich zu Beginn dazu auf, „die Idee der Nachhaltigkeit immer wieder neu zu denken“ und gab damit einen stimmungsvollen und inspirierenden Auftakt in den Abend.

Nach dem schwungvollen Beginn sorgten die legendären „100-Sekunden“-Vorträge für frische Ideen zum Thema Zukunftsfähigkeit. Von sozialen Pfandflaschen und ökologische produzierten Zigaretten, über zukunftsträchtiges Superfood bis hin zu „Paddelprotesten“ gegen das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg war alles dabei:

Mischa Karafiat von der Kampagne „Pfand gehört daneben“ erklärte, wie sich soziale Aktionen im Alltag der Menschen integrieren lassen und welche Hürden, Meilensteine und Erfolgserlebnisse gesellschaftliches Engagement in Hamburg erlebt.

Vanessa Mühle von MANITOU ORGANIC stellte heraus, warum man auch bei der Produktion von Zigaretten an Nachhaltigkeit denken sollte. Sie wies darauf hin, dass bei der nachhaltigen Produktion einer Zigarette nicht nur auf Zusatzstoffe verzichtet werden sollte, sondern auch der ökologische Anbau des Tabaks einbezogen werden muss, um so die Natur zu schonen.

Über den Wandel unserer Ernährung hin zum sogenannten Superfood sprach Jutta Reinke von Evergreen Food. Ihre „Lüttge Algenperle“ aus der Alge Chlorella vulgaris sind zum einen ein absoluter Hingucker auf Nachspeisen, Salaten und Co., zum anderen reich an wichtigen Omega-3-Fettsäuren und dabei frei von tierischen Erzeugnissen.

Was hinter der Aktion gegenstrom Hamburg steckt, zeigten Erhard Buschmann und Bernd Liefke als abschließende 100-Sekunden-Redner. Mit gemeinsamen Paddeltrainings auf der Elbe soll auf die Umweltverschmutzung durch das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg hingewiesen werden. Am Sonnabend, 11. Juli, wird zudem die Kohleversorgung des Kraftwerks mit Kanus und Kayaks gestört und blockiert.

All diese 100-Sekunden-Redner eint das gesellschaftliche und soziale Engagement für eine nachhaltige Lebens- und Denkweise. Auch mit den Veranstaltungsorten möchte der N Klub zum Nachdenken anregen: Für den 25. N Klub bot das Lotsenhaus von Hamburg Leuchtfeuer – ein Ort, der sowohl für Trauerbegleitung als auch für Bildung steht – einen inspirierenden Rahmen. Anlass zum Nachdenken gab auch der Hamburger Singer & Songwriter Nils Christian Wédtke mit seinem konsumkritischen Protestsong „Raubtier“ und sprach damit vielen der N Klub-Gästen aus dem Herzen.

Auch beim 25. N Klub konnte die CO2-neutrale Mobilität durch eine Verlosung gefördert werden: Das vom Autohaus Schlegel für einen Monat kostenfrei bereitgestellte E-Mobil Citroën C-Zero erhält das nachhaltige Taschenlabel „beliya“, vertreten durch Geschäftsführerin Annika Busse. beliya fertigt modische Taschen aus Sofa-Retoure-Stoffen und ermöglicht mit jeder verkauften Tasche einem Kind in Afrika ein Jahr Schulbildung.

Zu den Gästen des 25. N Klub zählten unter anderem (in alphabetischer Reihenfolge): Tobias Albert (Director of Sales & Marketing, Scandic Hamburg Emporio), Prof. Dr. Günther Bachmann (Generalsekretär, Rat für Nachhaltige Entwicklung), Samir Besic (Geschäftsführer, Erdkorn GmbH Bio-Lebensmittel-Filialbetrieb), Ulf Bodenhagen (Geschäftsführer, Hamburg Leuchtfeuer), Stephan Brabeck (CTO, SkySails GmbH), Thimo Drews (Geschäftsführer, Speicherstadt Kaffeerösterei), Wilhelm Dreyer (Aufsichtsratsmitglied, Regionalwert AG Hamburg), Jürgen Forkel-Schubert (Referatsleiter Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt), Hendrik Haßel (Unstummfilm / Animal Equality); Caren Herbstritt (Referentin für Umwelt-, Klima- und Naturschutz, GRÜNE Bürgerschaftsfraktion Hamburg), Dunja Kremkus (hellogreen GbR), Jan Michler (Fairmondo-Botschafter), Ingo Pohlmann (Musiker), Hendrik Schaulin (Gründer, pHenomenal Tonic), Frederik Vath (Umweltaktivist), Achim Vogt (Regionalleiter Nord, Lichtblick SE), Wanja Weskott (Hydrophil), Sieghard Wilm (Pastor, St. Pauli Kirche), Dannie Quilitzsch (Standortleitung, Social Impact Lab Hamburg), und Anemone Zeim & Madita van Hülsen (Vergiss Mein Nie).

 

24. N Klub Hamburg – Zukunftsfähige Hansestadt mit grünen Clubs, ohne kaputte Fahrräder

Kommunikationsfreudige Gäste, wichtige Themen: Hamburgs Engagierte aus dem Bereich Nachhaltigkeit kamen gestern Abend in ihrer ganzen Vielfalt im betahaus 2.0 in der Eifflerstraße 43 zusammen. Initiator Lars Meier, Gastgeber Benjamin Adrion (Geschäftsführer Viva con Agua) und Hausherr Lars Brücher (Geschäftsführer hub23 coworking UG) begrüßten rund 120 Gäste und sorgten mit ihren Eröffnungsworten für einen inspirierenden Start in den Abend.

Diskutieren, debattieren und vernetzen: Der N Klub passte perfekt in die Philosophie hinter dem Veranstaltungsort betahaus Hamburg. Nach dem schwungvollen Beginn sorgten die legendären „100-Sekunden“-Vorträge für frische Ideen zum Thema Zukunftsfähigkeit. Vom ClubEuro über mobilen Fahrradservice zu Biodiversität und einer Dorfgründung war alles dabei. So stellte Sebastian Kellner vom Start Up „Veloyo“ aus dem betahaus den eigens entwickelten mobilen Fahrradservice vor. Kellners Idee basiert auf dem bekannten Phänomen, dass mit Sicherheit kein Fahrradladen in der Nähe ist, wenn der Reifen platt ist. Veloyo löst dieses Problem mit einer eigenen App und schickt einen Mechaniker auf dem Lastenrad zu deinem kaputten Drahtesel, frei nach dem Motto: „Das Leben ist zu kurz für ein kaputtes Fahrrad!“.

Wie das reparierte Rad dann gebührend gefeiert werden kann, erklärte Thore Debor von der Hamburger Clubstiftung. Das Projekt „ClubEuro“ sorgt für faire und transparente Ticketpreise und ist trotz Solidaritäts-Euro viel günstiger als die etablierte Konkurrenz. Ein weiteres großes Plus: Der „ClubEuro“ wird für nachhaltige Investitionen in Clubs aufgewendet.

Für das richtige Frühstück nach einer durchfeierten Clubnacht sorgen die veganen Brotaufstriche und Dips von „GUTDING“. Mit dem Ziel, vegane und vegetarische Lebensmittel zu erzeugen, begann das Projekt von Agabi Rethmann. Schnell wurde daraus ein Erfolg: Mittlerweile sind die charmant benannten Aufstriche „Schnucki“, „Bolle“ und Co. von Großhändlern gelistet und in zahlreichen Biosupermärkten zu finden. Zudem stellt „GUTDING“ durch das Upcycling von Weggeworfenem Tragetaschen, Aufbewahrungsboxen und Kunst her. Die Einnahmen der Initiative fließen in das Ziel, in Schleswig-Holstein ein Dorf zu gründen, dessen Einwohner der Natur und ihren Kreisläufen wieder nahe sind.

Für grünere, die Biodiversität fördernde Firmengelände warb Dr. Katharina Schmidt vom Projekt „UnternehmensNatur“. Selbst kleine Gelände von Unternehmen können effektiv die Artenvielfalt sichern und so das Leben in der Stadt nachhaltiger und grüner gestalten.

Auch beim 24. N Klub konnte die CO2-neutrale Mobilität wieder durch zwei Verlosungen gefördert werden: Das N-Klub-Bambusfahrrad „my Boo“ geht an Ulrike Gerwin vom „STADTLICHH – Magazin“ für schnelle und umweltfreundliche Berichterstattung. Das vom Autohaus Schlegel für einen Monat kostenfrei bereitgestellte E-Mobil Citroën C Zero erhält das OZEAN FESTIVAL, vertreten durch Organisator Ingo Pohlmann.

Zum Abschluss gab N Klub Initiator Lars Meier die bei der letzten Veranstaltung im November an Hamburgs Ersten Bürgermeister Olaf Scholz gestellten 15 Forderungen für ein zukunftsfähigeres Hamburg, GRÜNEN-Chefin Katharina Fegebank für die anstehenden Koalitionsverhandlungen mit auf den Weg.

Zu den Gästen des 24. N Klub zählten unter anderem (in alphabetischer Reihenfolge): Samir Besic (Geschäftsführer, Erdkorn GmbH Bio-Lebensmittel-Filialbetrieb), Jochen Coenen (Chefredaktion, Sport Bild), Andreas Dölling (Leiter Beratung/Analytics, SAP Consulting), Anne Faika (Gründerin und Geschäftsführerin, Öko-Wochenmarkt & Regionales), Katharina Fegebank (Landesvorsitzende, GRÜNE Bürgerschaftsfraktion Hamburg), Uta Gardemann (Marketing, Greenpeace Energy eG), Claus Gotha (Geschäftsführer, AWO Stiftung Aktiv für Hamburg), Karin Heuer (Geschäftsleitung, Politisches Bildungswerk „umdenken“ – Heinrich Böll Stiftung Hamburg), Robin Himmelmann (FC St. Pauli von 19.10 e.V.), Jan Philipp Kalla (FC St. Pauli von 19.10 e.V.), Mischa Karafiat (Kampagnenleiter, Pfand gehört daneben!), Gabriele Koch (Spendenmarketing, Hinz&Kunzt), Farid Müller (MdHB, GRÜNE Bürgerschaftsfraktion Hamburg), Dannie Quilitzsch (Standortleitung, Social Impact Lab Hamburg), Ingo Pohlmann (Musiker), Andrea Rehwinkel (Marktforscherin) und Dr. Claudia T. Schmitt (Geschäftsführerin, Kompetenzzentrum Nachhaltige Universität).

23. N Klub Hamburg richtet 15 Forderungen an Bürgermeister Olaf Scholz

Zum N Klub, dem ausgezeichneten Netzwerkformat zum Thema Nachhaltigkeit, begrüßten Claudia Westhaus (Vorsitzende Förderkreis Koppel 66 e.V.) und Tobias Schlegl (Moderator und Buchautor) rund 100 Gäste, darunter den Ersten Bürgermeister der Stadt Hamburg, Olaf Scholz, in der „Koppel 66“ in St. Georg.

Im Zentrum des Abends stand ein Gespräch zwischen Gastgeber und „aspekte“-Moderator Tobias Schlegl und Bürgermeister Olaf Scholz. Schlegl konfrontierte Scholz darin mit 15 zentralen Forderungen, die die nachhaltig engagierten Hamburger im Vorfeld formuliert hatten. Darunter: Mehr Flüchtlinge unterbringen und integrieren, Atomtransporte durch den Hafen verbieten bzw. verstärkt reglementieren und eine eigenständige Umweltbehörde schaffen. Auf die Forderungen reagierte Scholz mit einer Aufzählung des Erreichten, so etwa auf den Wunsch nach einem vehementen Vorgehen gegen die soziale Spaltung der Stadt: „In einer ganzen Reihe von Felder haben wir dazu beizutragen, dass Jeder ein unabhängiges und eigenständiges Leben führen kann. Besondere Bedeutung haben die Mehrausgaben für Bildung im Vergleich zu den Jahrzehnten zuvor – wir haben 2,5 Millionen Euro pro Jahr mehr für Krippen und Kitas ausgegeben und damit dafür gesorgt, dass es in Hamburg als einziger westdeutscher, großer Stadt eine ganztägige Betreuung in Kitas und Krippen gibt, die halbtags gebührenfrei ist.“ Auch die Ganztagsbetreuung an Schulen sowie die Möglichkeit, in Hamburg wieder gebührenfrei studieren zu können, führte Scholz als Errungenschaften seiner Regierungszeit an. „Der zweite wichtige Punkt und ein wichtiges Anliegen für mich in Bezug auf das Vorgehen gegen die soziale Spaltung ist, dass sich jeder eine Wohnung leisten können muss. Deshalb haben wir den sozialen Wohnungsbau ausgebaut, 35.000 Baugenehmigungen erteilt, 6.000 Wohnungen pro Jahr gebaut und durchgesetzt, dass ein Drittel davon geförderter Wohnraum ist, also Sozialwohnungen.“

Auf die Frage „Wie kann die Stadt nachhaltiges Unternehmertum unterstützen“ betonte Olaf Scholz, dass man eine Förderkulisse schaffen müsse, in der Unternehmensgründungen besser funktionieren. „Als letztes der Länder haben wir aus der früheren Wohnungsbaukreditanstalt eine Förderbank gemacht, die es möglich macht, Förderkonzepte für Unternehmensgründungen zustande zu bringen.“ Ferner sei auch in diesem Punkt die Finanzierbarkeit von Räumlichkeiten, ähnlich wie im Wohnungsbau, ein wichtiger Aspekt, für den er sich einsetze.

Im Anschluss formulierte Tobias Schlegl einen persönlichen Wunsch an den Bürgermeister: dass Olaf Scholz sich im Falle seiner Wiederwahl in einem Jahr erneut den Fragen des „N Klub“ stellt – und Rechenschaft darüber ablegt, ob er bis zu diesem Zeitpunkt einige der Forderungen erfüllt hat.

Im Anschluss an die Diskussion spiegelten vier „100 Sekunden“-Beiträge das bunte, vielseitige Engagement im Bereich der Nachhaltigkeit in Hamburg wider: Mit dem Motto „Vom Acker bis zum Teller, vom Aktionär bis zum Verbraucher“, startete Ulf Schönheim von „Regionalwert AG Hamburg“ in seinen Vortrag. Die „etwas andere“ Aktiengesellschaft möchte die regionale Landwirtschaft und Verarbeitung stärken, indem sie Bauernhöfe finanziert und gleichzeitig in Weiterverarbeiter investiert. Mit ihrem Repair-Café Sasel engagiert sich Kristina Deselaers gegen die Wegwerfgesellschaft. Bei Ihren Veranstaltungen helfen Fachleute Besuchern kostenlos bei der Reparatur von defekten Gegenständen. Die Bilanz des vergangenen Jahres: Von 994 kaputten Dingen die Besucher mitbrachten, funktionieren 553 nun wieder. Mit dem Projekt „Hundebande“ ermöglichen Manuela Maurer und ihre Mitstreiterinnen Strafgefangenen eine zweite Chance. Sie werden in die Ausbildung von Blindenhunden eingebunden und können dadurch Eigenverantwortung sowie soziale Verantwortung entwickeln. Zum Abschluss rief Gudrun Greb dazu auf, einen anderen, praxisbezogenen gesetzlichen Rahmen für den Umgang mit Drogenkonsumenten zu schaffen. In direkter Nachbarschaft der Koppel 66 bietet sie mit dem Verein „ragazza“ drogenkonsumierenden Prostituierten einen Rückzugort.

Bei den zwei Aktionen des N Klub zur Förderung von CO2-neutraler Mobilität wurden folgende Gewinner verkündet: Das N-Klub-Bambusfahrrad „my Boo“ darf Christiane Dopp von der Filmförderung Hamburg für eine Woche nutzen, um sich zukünftig auch mobil für die grüne Filmwirtschaft einzusetzen. Das vom Autohaus Schlegel für einen Monat kostenfrei bereitgestellte E-Mobil Citroën C Zero erhält die Koppel 66. Das vielfältige Haus für Kunsthandwerk und Design benötigt Mobilität für den Transport von Materialien.

Der N Klub, die preisgekrönte Kommunikationsplattform zum Thema Nachhaltigkeit, bringt in Hamburg bereits seit 2009 Interessierte dieser wachsenden Branche zusammen. Auf Grund des steigenden Interesses expandierte der N Klub inzwischen nach Hannover und Frankfurt.

Zu den Gästen des 23. N Klub zählten unter anderem (in alphabetischer Reihenfolge): Samir Besic (Geschäftsführer, Erdkorn GmbH Bio-Lebensmittel-Filialbetrieb), Martin Bill (Sprecher für Umwelt, Klima- und Naturschutz, GRÜNE Bürgerschaftsfraktion Hamburg), Bassam Darwisch (Leitung Vertrieb und Marketing, Hamburg Energie GmbH), Katharina Fegebank (Landesvorsitzende, Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Dieter Großmann (Gründer, Ökopol GmbH Institut für Ökologie und Politik), Kay Ingwersen (Erster Vorsitzender, Förderverein Pik As e.V.), Sarah Kaufmann (Bloggerin und Autorin, veganguerilla.de), Annika Kownatzki (Leiterin Projekt „Neustart fürs Klima“, Verbraucherzentrale Hamburg e.V.), Jan Muntendorf (Leiter Bereich Nachhaltigkeit, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald), Guido Noack (Gebietsleiter Nord, Voelkel Naturkostsäfte), Manfred Ott (Inhaber, MARLOWE NATURE – fair fashion), Hanna Poddig (Aktivistin), Dannie Quilitzsch (Standortleitung, Social Impact Lab Hamburg), Josef Reppenhorst (Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, Hamburg Leuchtfeuer), Thomas Schönberger (Vorsitzender, VEBU: Vegetarierbund Deutschland) und Andreas Tjaden (Mitglied des Vorstands, Schatzmeister, BUND Hamburg).